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PRODUKTIONSBERICHT | DEATH OF A SUPERHERO    Ausgabe 03/12

Die Kraft der Imagination

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Mit dem deutsch-irischen Film »Death Of A Superhero« beschwört Regisseur Ian FitzGibbon die unglaubliche Kraft der Fantasie eines jungen, begnadeten Comiczeichners. DoP Tom Fährmann bvk drehte die internationale Kinoproduktion der Bavaria Pictures komplett digital mit Arri Alexas und bereute es nicht. Doch die kreative Flexibiltät und hohe Bildqualität der digitalen Produktion gibt es zukünftig nur für den Preis eines professionellen Datenmanagements, so seine Bilanz im Gespräch mit Romain Geib.

»Death Of A Superhero« entstand als deutsch-irische Koproduktion aus der Kooperation zwischen Bavaria Pictures und Grand Pictures aus Dublin. Dass sie hier einen seltenen Stoff mit großem emotionalen Potenzial fürs internationale Kino gefunden hatten, dessen waren sich die deutschen Produzenten Astrid Kahmke und Philipp Kreuzer von Bavaria Pictures und ihr irischer Kollege Michael Garland von Grand Pictures gleich von Anfang an sicher. Dennoch vergingen gut drei Jahre, bis das Projekt entwickelt und aufgrund seiner speziellen Form überhaupt realisierbar wurde. Von deutscher Seite stieß der kinoerfahrene und effekt­erprobte Kameramann Tom Fährmann (»Das Wunder von Bern«, »Ulzhan«, »Die Päpstin«) zum Vorhaben, weil ihn die ungewöhnliche Story ebenso wie die Zusammenarbeit mit Regisseur Ian FitzGibbon (»Perrier’s Bounty«, »A Film With Me In It«) sofort begeisterte.

Der Film erzählt die dramatische Geschichte des schwerkranken 15-jährigen Donald, der sich beim Zeichnen von Comics eine ganz eigene skurrile Fantasiewelt erschafft. Seine selbstausgedachte Comic-­Figur ist ein unbezwingbarer Superheld, der gegen seinen Todfeind und dessen Gehilfin kämpft. Ein Held, der unzerstörbar, aber jeder Liebe unfähig ist. Es ist ein Gegenentwurf zu Donald selbst, der aufgrund seiner Krankheit extrem verwundbar ist, und gerade von ersten Liebesgefühlen erfasst wird. Ein eher unorthodoxer Psychologe hilft dem Jungen dabei, das Leben und die Liebe besser zu verstehen. Romanautor Anthony McCarten verfasste auch das Drehbuch.

Gedreht wurde der Film in englischer Sprache an Originalschauplätzen in Irland sowie in Deutschland. Für die Realisierung des Films habe sich die Bavaria Pictures, so Fährmann, ungewöhnlich stark engagiert. Die adäquate Umsetzung inklusive zeichnerischer ­Parallelwelt, wie sie schon im Roman angelegt war, wurde dank digitaler Bildaufzeichnung mit ARRI Alexa Kameras wesentlich erleichtert. Davon profitierten die Produktion und vor allem die Postproduktion angesichts des hohen VFX- und Grafik-Anteils der Bilder, zu dem wir übrigens einen zweiten Teil des Berichtes planen. Dem DoP und seiner Crew verlangte die digitale Produktionsweise für die große Leinwand jedenfalls auch bei den Dreharbeiten neue Strategien und Vor­gehensweisen ab.


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