Advertisement
Technologie und Medienrealisation in Film und Video





INTERVIEW | CHARLIE WOEBCKEN    Ausgabe 03/12

Kaffee mit Asta

- Anzeige -

Dr. Carl L. – Charlie – Woebcken ist Vorstandsvorsitzender der Studio Babelsberg AG. Sonja M. Schultz traf ihn in seinem Büro, das voller Filmerinnerungen steckt.

 

Professional Production:

Zum 25. Geburtstag der Ufa hat sie sich selbst den Prestigefilm »Münchhausen« geschenkt. Was schenkt sich Studio Babelsberg?

Woebcken:

Vor allem die große Party am 12. Februar. Da gibt es zunächst einen Festakt mit Filmvorführung, dann den Empfang des Ministerpräsidenten. Wir haben aber auch bei einem Buch zur Studiogeschichte mitgewirkt, das zur Berlinale erscheint. Und wir überlegen, im Sommer mit dem Museum of Modern Art in New York ein Event zu machen.

 

Professional Production:

Was war seit der Übernahme des Studios Ihr größtes Erfolgserlebnis?

Woebcken:

Dass unser Plan, in Babelsberg wieder großes Kino zu machen, bisher funktioniert hat.

 

Professional Production:

Als Sie 2004 gemeinsam mit Christoph Fisser Babelsberg für 1 Euro von Vivendi übernommen haben, waren Sie sich da Ihrer Sache wirklich sicher?

Woebcken:

Wir waren zuversichtlich. Weil wir gesehen haben, dass doch einiges mehr an Umsatz möglich ist und auf der anderen Seite noch sehr viele Kosten eingespart werden können. Es gab damals ganze Bereiche, die einfach restrukturiert werden mussten, zum Beispiel die Postproduction, die Tonabteilung und das Kopierwerk. Wir haben aber auch Glück gehabt, denn einen Monat, nachdem wir anfingen, kam als erste Produk­tion überraschend »Aeon Flux« von Paramount. Uns hat auch der zweite Film, unmittelbar danach, zuversichtlich gestimmt: »V for Vendetta«, die erste Warner-Produktion. Die wurde realisiert, bevor wir überhaupt ein zusätzliches Fördersystem in Deutschland hatten. Seit 2007 sind wir nun in der glücklichen Lage, dass wir den Deutschen Filmförderfonds haben. Ohne den DFFF wäre es wahrscheinlich für uns schwieriger gewesen, und wir hätten versuchen müssen, uns mehr aufs Fernsehgeschäft zu konzentrieren, so wie das unsere Mitbewerber Bavaria, Studio Berlin und MMC machen.


<< zurück
- Anzeige -