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Neue Produkte    Ausgabe 03/12

Canon PowerShot G1 X

Als hochwertige Einzelkamera oder Ergänzung zu einer professionellen DSLR-Ausrüstung sieht Canon seine neue PowerShot G1 X. Wir meinen, dass sie nicht nur als Crash-HD-Kamera, sondern auch für anständige Bilder vom Set geeignet ist, etwa um Coloristen Look-Beispiele zu liefern - selbst wenn es auf kleines Gepäck ankommt.


Die G1 X ist die erste Kompaktkamera von Canon mit einem groß dimensionierten CMOS-Sensor mit 14,3 Megapixel im Seitenverhältnis 4:3. Das kompakte Zoomobjektiv mit einem zu Kleinbild äquivalenten Brennweitenbereich von 28 bis 112 Millimetern ist in ein robust konstruiertes Edelstahlgehäuse integriert. Das Sensormaß von 18,7 x 14,3 Millimetern ist in der Höhe mit dem des APS-C Sensors der EOS Spiegelreflexkameras vergleichbar - Pixel-Größe und Struktur entsprechen dem Sensor in der EOS 600D. Im Vergleich zum kleineren Schwestermodell PowerShot G12 ist die Sensor-Oberfläche der PowerShot G1 X 6,3 Mal größer, und etwas größer als Four Thirds. Dies wirkt sich einerseits positiv auf die Steuerbarkeit der Schärfentiefe aus - der integrierte ND-Filter mit drei Stufen bietet hier zusätzliche Möglichkeiten -, andererseits kann der größere Sensor schon prinzipiell mehr Licht einfangen und einen höheren Dynamikumfang bieten. Zudem kommt hier neue CMOS-Sensor-Technologie aus den EOS-Modellen wie On-Chip-Rauschunterdrückung und das Auslesen des Sensors über vier Kanäle zum Einsatz. Das 7,5 Zentimeter (3,0 Zoll) große dreh- und schwenkbare PureColorII-VA-LCD mit 920 000 Bildpunkten ermöglicht Aufnahmen aus nahezu jeder Position und jedem Winkel, darüber hinaus ist ein optischer Sucher (OVF) vorhanden.

Das HS-System der PowerShot G1 X, die Kombination aus dem verhältnismäßig großen, hochempfindlichen Sensor und dem Prozessor DIGIC 5, ermöglicht einen neuen Qualitäts-Standard bei Aufnahmen in schwachem Licht in dieser Klasse. Der ISO-Bereich von 100 bis 12 800 ist nicht nur ein Marketing-Gag. Als »Restlichtverstärker« fungieren zudem ein Nachtaufnahmemodus, in dem mehrere Standbilder schnell hintereinander aufgenommen und kombiniert werden, und der HDR-Modus (High Dynamic Range), in dem Bilder mit drei Belichtungseinstellungen analysiert und kombiniert werden.

Von der Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung her ist das optische Vierfach-Zoom vergleichbar mit Canons EF-Objektiven. Durch den Einsatz von UA-Linsen (Ultra high refractive index Aspherical) und Präzisionstechnologie bei der Linsenfertigung liefert es trotz seiner Kompaktheit eine bemerkenswerte Bildschärfe. Im Weitwinkelbereich liegt die größte Blende bei 2,8, im Tele schlägt dann allerdings die Physik zu: 5,8. Bei Bildern und Full-HD-Filmen hilft hier jedoch der optische Bildstabilisator (IS) noch beträchtlich weiter. Die Canon-Bildstabilisierung Intelligent IS analysiert das Motiv und wählt automatisch einen der sieben vorhandenen Modi (Normal IS, Makro IS, Panning IS, Powered IS (nur Movie), Dynamik IS, Dynamik & Makro IS und Stativ-Modus).

Wie bereits bei den bisherigen Modellen der PowerShot-G-Reihe bietet die PowerShot G1 X verschiedene automatische Aufnahmemodi, aber auch umfassende manuelle Steuermöglichkeiten, die nicht erst über Menü-Akrobatik erreichbar sind. Das Wählrad für die Belichtungskorrektur gehört hier zur sonst oftmals vergessenen Pflicht. Der integrierte Blitz ist manuell aufklappbar, der Fotograf kann die Blitzauslösung selbst steuern. Eine separate Movietaste erlaubt den sofortigen Wechsel in den Moviemodus mit 1080p-Full-HD-Auflösung mit 24 Bildern pro Sekunde und Stereotonaufzeichnung. Zoomen ist hier übrigens auch während der Aufnahme (prinzipiell) möglich. Standbild-Reihen können in voller Auflösung im HQ-Modus bis zu sechs Bilder mit 4,5 B/s aufnehmen, Daueraufnahmen direkt auf den SD-Speicher laufen mit 1,9 JPEG-Bildern pro Sekunde. Möglich sind auch unkomprimierte 14-Bit-RAW-Bilder, sodass man in der Bildbearbeitung noch so manches verändern kann.

Zubehör gibt es einiges aus dem EOS-System, darunter der Objektivfilteradapter FA-DC58C oder das Unterwassergehäuse WP-DC44 mit vollständigem Zugriff auf alle Steuerelemente, mit dem man bis auf Tauchtiefen von 40 Meter gehen kann. Die PowerShot G1 X soll Ende Februar für 749 Euro inkl. MwSt. erhältlich. www.canon.de



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