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HYDROPHONE IM ZOO ZÜRICH | PRODUKTIONS-TECHNIK    Ausgabe 05/11

Unterwasser-Hören im Zoo

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ber 400 Millionen Quadratkilometer unserer Erde sind von Wasser bedeckt. Mehr als 1000 Tiere sind bekannt, die unter Wasser akustisch kommunizieren. Nahezu alle Fische können Schall wahrnehmen. Erst ein bis fünf Prozent der Ozeane sind erforscht. Hermann Mader berichtet von einem Pilotprojekt im Zoo Zürich, bei dem das Team um Timo Klinge von der Ambient-Tochter Sonar Surround nicht nur Filmemachern zeigen konnte, dass Unterwasserton in Wirklichkeit nicht nur dumpf blubbert.

Unterwasser-Hören im Zoo

Unterwasser-Hören im Zoo

Seit Jacques-Yves Cousteau die Unterwasser-Dokumentation populär machte, hat sich die Produktionsart kaum verändert. Gedreht wird mit einem kleinen Team, welches für gute Ergebnisse hauptsächlich mit viel Zeit und Glück ausgerüstet sein sollte. Als technisches Equipment findet man meist kompakte Prosumer-Kameras, mit Tageslicht-Lampen die Farbe ins Blau bringen, in einigen Fällen sogar ein ins Kameragehäuse eingebautes Hydrophon minderer Qualität.

 Diese Unterwassermikrofone, die sich in Ihrer Bauweise von einem Piezzo-Lautsprecher eines Computers kaum unterscheiden, werden zu allem Überfluss noch direkt vor das Atemgerät gehalten. Heraus kommt das standardmäßig angezerrte Blubbergeräusch, das jeder von uns schon hunderte Male gehört hat. Kaschiert wird dieses Malheur dann mit sphärischer Musik und einem Off-Text Sprecher. »… der Aal…«. Doch spiegelt das die Realität wieder?
Mitnichten! Die Unterwasserwelt ist voller Geräusche. Angefangen bei dem kleinen Weiher nebenan, in dem Wasserläufer, Käfer und Krebse ein Konzert geben, welches einer Blumenwiese im Sommer in nichts nachsteht, bis hin zum grimmigen Knurren einer Moräne, der man sich zu sehr nähert. Nahezu alle Süß- und Salzwasserfische können über ihre Schwimmblase Geräusche hören und viele haben im Laufe der Zeit Techniken entwickelt, sich auch akustisch zu unterhalten. Ja selbst Dialekte wurden inzwischen nachgewiesen.


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