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Canon EOS C300 | Kamera-Technik    Ausgabe 01-02/12

Canon: The Story Begins

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Dass Canon in die Paramount Studios nach Hollywood einlud und dort einen aufwendigen Event zelebrierte, hatte einen besonderen Grund: Canon will sich im Bereich Kino auch mit Kameras engagieren. Am Anfang der Geschichte steht der Camcorder EOS C300. Ruodlieb Neubauer war vor Ort.

 

EOS  C300. C wie Cinema. Digital Cinema. Nach drei Jahren Entwicklung, wohl angestoßen durch den un­erwarteten Boom der DSLR-Kameras im Bereich der laufenden Bilder, hat Canon nun ein neues System für die digitale Cinematografie vorgestellt. Fujio Mitarai, Chairman und CEO von Canon, präsentierte höchstpersönlich den Camcorder und die neuen Optiken, und den Schritt in Richtung Hollywood, den Canon damit macht. Dieses kam ihm in Gestalt von Martin Scorsese entgegen, der die Firma in der Welt des Films begrüßte. Canon revanchierte sich denn auch mit einer gene­rösen Spende für dessen Stiftung zur Erhaltung bzw. Restaurierung berühmter (analog gedrehter) Filme.

Damit man auch Hollywood-Bilder zeigen konnte, hatten vier Beta-Tester ihre Erfahrungen machen dürfen und waren sowohl in gedrehten Testimonials als auch am Podium vor Ort: Regisseur Sam Nicholson, A.S.C. mit seinem Kurzfilm »XXIT«, Produzent, Regisseur und DP Richard Crudo A.S.C. (»American Pie«) drehte »Max is Back«, Regisseur Felix Alcala den Kurz-Action-Film »Sword«, und der in der DSLR-Szene überaus bekannte Regisseur und DP Vincent Laforet den Kurzfilm »Möbius«.

Sensor

Larry Thorpe, der schon zu Star-Wars-Zeiten George Lucas für Sony mit der HDW-F900 betreut hatte und kurz nach seinem Eintritt in den Ruhestand 2004 von Canon als Mann mit den besonderen Beziehungen auch in die Welt von Hollywood geholt wurde, sprach zwar von einer 4K-Kamera, aber offiziell vermeidet ­Canon diese Bezeichnung aus gutem Grunde. Denn es handelt sich bei der Neu-Entwicklung von Canon mit 8,29 Megapixel um eine Anordnung von R-, G- und B-Pixeln, die ohne Debayering arbeitet und direkt RGB-Bilder in 1920 x 1080 ausgibt. Man kann sich dies auch wie ein Array einer 2/3"-Kamera vorstellen, allerdings ohne Strahlenteiler, weil auf einem Chip, und mit einem zweiten Sensor für Grün: Insgesamt verfügt der 24,6 x 13,8 mm große CMOS über 4206 x 2340 Pixel. Die 3840 x 2160 aktiven Pixel des Super35-Sensors (24,4 x 13,5 mm) sind wie bei einem Bayer-Pattern ­angeordnet, also jeweils ein Quadrat aus vier Pixel mit einem grünen, einem roten, einem blauen und einem grünen Filter davor. Dies sorgt wie bei der Auswertung des Bayer-Patterns im Grün-Bereich für zusätzliche Luminanz-Informationen und bewirkt auch einen höheren Schärfeeindruck. Canon gibt eine Auflösung von 1000 Zeilen an.


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