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F1-Remote-Produktion RTL | Broadcast-Technik    Ausgabe 07-08/17

Nach Hause telefonieren

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Zusammen mit _wige MEDIA und dem Cologne Broadcasting Center CBC hat RTL Television seine ersten Remote-Produktionen mit MediorNet durchgeführt. Kai Houben, Director Rental Division von Riedel, hat Ruodlieb Neubauer erklärt, was alles während einer Formel-1-Produktion über die Kommunikations-Leitungen von Riedel geschickt wird.

 

Kai Houben leitete jahrelang Riedels Team vor Ort, jetzt verantwortet er Riedels internationale Rental-Projekte aus der Zentrale in Wuppertal. Zu Beginn seiner F1-Karriere hat er sogar zwei Jahre als Kommunikationsingenieur für McLaren gearbeitet. Kai Houben studierte ursprünglich Elektrotechnik in Aachen. Der Vater ­einer Freundin war zu dieser Zeit in der lokalen Formel1-Organisation für die Kommunikation in Hockenheim zuständig. »Ich habe zum Spaß mitgearbeitet und bin dabei in meinem zweiten Jahr auf Riedel gestoßen, die dort ihren ersten Formel1-Einsatz hatten«, erzählt Kai Houben. Das war vor mehr als 20 Jahren. Als Projektmanager und Freelancer verdiente er gutes Geld für’s Studium. Nach diesem lag es durchaus nahe, dass er bei Riedel blieb. Es wuchs der Gedanke, dass Motorsport ein so spannendes Thema sei, dass man dafür eine eigene Abteilung gründen sollte – die er in der Folge auch leitete. »Neben der lokalen Organisation der Kommunikation, die wir ursprünglich am Hockenheim- und am Nürburg-Ring gemacht haben, sind wir dann immer tiefer in die Formel1 hineingerutscht.«

Riedel versuchte, die Teams von den Vorteilen der Kommunikationssysteme zu überzeugen, die man ursprünglich für Events und Broadcast entwickelt hatte. Offensichtlich war man ziemlich erfolgreich darin. »Ein Szenario, bei dem hohe Verfügbarkeit gefragt ist, es keine Ausfallzeiten geben darf, und Redundanzen zur Pflicht gehören, das war auch für den Motorsport attraktiv.« Allerdings kannte man sich in der Formel1 ingenieursmäßig in den Bereichen Funk und Intercom damals noch nicht so wirklich aus. Deshalb wollte man auch Service von Riedel haben.

Im Laufe der Zeit bekam Riedel in der Formel1 immer mehr Kunden dazu, sodass man heute aus verschiedensten Richtungen in die Serie hinein­blicken kann. Man arbeitet mit Fernsehsendern wie RTL zusammen, es gibt die Verbindungen zu mittlerweile allen Teams, zur FIA als Sport-Organisation, und zur FOM (Formula One Management Ltd.), die als Host-Broadcaster das internationale Signal liefert und die Rechtevergabe organisiert. Auch die Rennstrecken selbst rüstet Riedel mit Kommunikations-Systemen aus. »Das führt dazu, dass man sich einfach per Glasfaser an die bestehende F1-Infrastruktur anbinden kann. Man hat dadurch auch die Möglichkeit, mit einem System praktisch alle Teilnehmer zu erreichen – wen, hängt dann nur mehr von der Vergabe der Rechte ab.« Auch praktisch alle anderen Gewerke stattet Riedel aus – von der Security über die medizinische Betreuung bis hin zum Merchandise. »Wenn man so viel Erfahrung bei der Planung und Betreuung von Event-Kommunikationssystemen hat, fallen Struktur- und Effizienzbrüche sofort auf. Deshalb kommen viele Kunden bei der Planung und Bereitstellung der Kommunikationsinfrastruktur bei großen, internationalen Events sehr häufig zu Riedel.«


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