Advertisement
Technologie und Medienrealisation in Film und Video





NAB 2017 LAS VEGAS TEIL 2 | MESSEbericht    Ausgabe 07-08/17

Soft-Ware

- Anzeige -

Bei Objektiven will man eigentlich hohe Kontraste bis hin zu hohen Frequenzen. Manche wollen es nicht, und setzen wieder auf alte Coatings und Flares. Auch in der Produkt-Entwicklung wird Software immer wichtiger. Allerdings etwas anderer Art. Und die bewirkt in einigen Teilen der Branche, dass dort kontrastreiche Veränderungen ins Haus stehen. Ruodlieb Neubauer konnte es auf der NAB sehen.

 

Bei den Objektiven sind drei Trends ungebrochen: Anamorphoten erfreuen sich steigender Beliebtheit, auch, weil man immer mehr Objektive mit Charakter einsetzen will. Dass dies oft der heiligen Kuh »Auflösung« Futter aus dem Trog nimmt, stört eher manche Hersteller denn DoPs. Über den Charakter des Bildes, nicht über die Auflösung, kommt man auch vermehrt zu großen Sensoren. Super35 zählt eigentlich gar nicht mehr dazu, außer man bewegt sich in der Broadcast-Welt, z.B. bei Sportübertragungen. Dass man dort wieder zu 2/3" zurückfindet bzw. -gefunden hat, ist eine Frage der benötigten Schärfentiefe, und auch der Handhabbarkeit großer ­Tele-Zooms.

Der dritte Trend ist eigentlich eher ein Naturgesetz: Konkurrenz(druck) belebt zwar langfristig nicht zwingend das Geschäft, aber die Entwicklung. Zwar kann man noch immer nicht zaubern, kommt dem mit asphärischen Linsen ­und Beschichtungen allerdings schon recht nahe. Beides waren und sind kostenintensive Entwicklungen, aber über günstigere Herstellungsprozesse konnte man auch günstigere Objektive herausbringen. Glas kostet allerdings noch immer Geld, auch bei der Mechanik gibt es Unterschiede, und so lassen sich immer Parameter finden, die einen günstigeren Preis erklären. Wenn allerdings Elektronik und Software mit ins Spiel kommen, kann es aber durchaus nachvollziehbar sein, dass man jetzt für sein Geld bisher unerschwingliche Funktionen dazu bekommt.


<< zurück
- Anzeige -