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Locarno Festival 2017 | EVENTbericht    Ausgabe 09-10/17

Locarno, die 70.

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Zur 50. Ausgabe berichtete Philippe Dériaz zum ersten Mal, und bei zwei Kurzfilmen unter den Leoparden von morgen hieß es damals »Schnitt Christine Dériaz«. Beide berichten wieder vom Ufer des Langen Sees.

© Christine Dériaz

© Christine Dériaz

 

70 ist eigentlich keine Zahl, feiern kann man trotzdem, das Wetter aber feierte nicht mit! Schade, denn die Abendvorführungen auf der Piazza Grande bilden das wahre Herz des Festivals. Das sich nun nicht mehr Festival del film di Locarno, sondern Locarno Festival nennt – ist es wirklich besser? Wichtig ist der Geist und er bleibt einer der Freiheit, die es gegen Geld und Ungeist so schwer hat. Der neue Name klingt etwas fremd, doch besann man sich dieses Jahr auf die Landessprache: wenn einst Französisch das offizielle Idiom des Festivals war, steht nun Italienisch vorne – nebst Englisch halt, doch niemand wurde zum Englischen genötigt. Auch eine Schweizer Tugend wurde wieder gepflegt: mehrere Abendveranstaltungen begannen pünktlich!

Gut zwanzig Jahre lang wurde ein Locarneser Haus des Films angekündigt, dessen Bau – allerdings an wechselnden Standorten! – bevorstehen sollte: zur 70. Ausgabe steht es endlich. Mit drei hübschen Kinosälen – und mit Kinderkrankheiten. Vor allem mit einer schlechten Beherrschung der Zuschauerströme: es wurde zu wenig oder eher zu viel überlegt; was auf dem Grundriss richtig aussieht, funktioniert im Ernstfall nicht immer – überschlau klemmt; denn eine Vorführung ist Stoßbetrieb, ein Festival erst recht. Wir hoffen, dass im nächsten Jahr diese echten Schwierigkeiten überwunden sind. Wir: alle, denen das Festival lieb und wichtig ist.


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