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News | Firmenmeldungen    29.04.2011

Postpro mit DaVinci Resolve und NVIDIA Quadro 4000 for Mac

War früher die professionelle Nachbearbeitung von Kinofilmen wenigen großen Studios vorbehalten, werden heute mit der Rechenkraft moderner Grafikkarten mit relativ preiswerter Ausrüstung Ergebnisse erzielt, die den Anforderungen der Kino-Industrie mehr als nur genügen. Regisseur Benjamin Pfohl sah sich bei der Postproduktion seines Films »Einsamkeit des Jägers« mit einigen Herausforderungen konfrontiert.

Postpro mit DaVinci Resolve und NVIDIA Quadro 4000 for Mac


Dunkle Kiste: das Kamerateam diskutiert über schwierige Lichtverhältnisse    © Raymond Roemke


Ein Auftragskiller ist auf der Suche nach dem Sinn in seinem Leben. Vor seinem letzten Auftrag sehnt er sich immer wieder nach Momenten menschlicher Nähe, die er nur in den Gesprächen mit einer Imbissbudenbesitzerin findet. Hin- und hergerissen zwischen der Erfüllung seines Auftrags und seiner Liebe steht er seinem Opfer in einem finalen Duell gegenüber.

Der Film »Einsamkeit des Jägers« spielt durch seine düstere Thematik ausschließlich im Dunklen. Dadurch ergeben sich besondere fotografische Herausforderungen an das gefilmte Material. Eine qualitativ hochwertige Nachbearbeitung spielt dabei eine wichtige Rolle. Da die Filmemacher über ein nur sehr begrenztes Budget verfügten, war eine kreative Lösung für die Ausstattung der Arbeitsumgebung gefragt.

Eine der größeren Herausforderungen der Produktion lag beim Color Grading. Die Filmcrew hatte unterschiedliche Kameras für sehr ähnliche Aufnahmesituationen genutzt, was zusätzlichen Aufwand in der Anpassung der Szenen erforderlich machte. Colorist Andreas Brückl und sein Team von 4edition planten im Rahmen eines Tests der Software DaVinci Resolve 7.1., den Film zu graden.

Als leistungsfähige Hardware-Plattform diente ein Mac Pro 5.1 mit zwei Intel-Xeon-CPUs (»Westmere«), die mit 2,93 GHz getaktet sind. Das System verfügte über 12 GByte Arbeitsspeicher und zwei Grafikkarten NVIDIA Quadro 4000 for Mac, wobei eine für die Darstellung am Monitor und die andere für die Berechnungen des Filmmaterials reserviert war. Letztere übernahm den größten Anteil der Gesamtrechenoperationen von DaVinci Resolve.

Im Gegensatz zu einer CPU, die Aufgaben hintereinander rechnet, wenn sie nicht über mehrere Kerne (beim Westmere sechs) verfügt, geht daher bei Grafikprozessoren mit ihren bis zu 512 Kernen die parallele Bearbeitung der Einzelbilder eines Films weitaus schneller vonstatten. Deswegen optimieren Hersteller wie Adobe, Autodesk, Avid oder BlackMagic Design ihre Programme mittels NVIDIAS CUDA-Technologie in erster Linie für NVIDIAs Quadro-GPUs, zum Teil findet eine Hardware-seitige Beschleunigung sogar ausschließlich via Quadro-GPUs statt.

Die NVIDIA Quadro 4000 verfügt über 256 NVIDIA-CUDA-Prozessorkerne, einen 2 GByte großen GDDR5-Speicher und eine Speicherschnittstelle von 256 bits mit einer Bandbreite von 89,6 GB/s. Diese große Speicherbandbreite hilft bei der Visualisierung großer Modelle und komplexer Szenen.

Andreas Brückl: »Wir waren gespannt, ob die Rechenpower dieser, mit rund 850 Euro Straßenpreis relativ preiswerten Grafikkarte für diese Aufgabe ausreichen würde – zumal wir ja hochauflösende Dateien verarbeiteten. Nachdem wir mit der NVIDIA Quadro 4000 gearbeitet haben, sind wir von ihrer Rechenleistung begeistert«

Colorist Brückl verwendete pro Szene oft mehrere Masken und griff teilweise intensiv in das häufig sehr dunkle Ausgangsmaterial ein. Trotzdem war eine flüssige Bearbeitung möglich. Sein Fazit: Der Einsatz von DaVinci Resolve 7.1 auf einem Mac mit einer NVIDIA Quadro 4000 ist für die Echtzeitbearbeitung von kürzeren hochauflösenden Filmen ohne Weiteres möglich. Der Film ist mittlerweile fertig geworden. Von der Qualität kann sich das interessierte Publikum auf nationalen und internationalen Festivals überzeugen.




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