Technologie und Medienrealisation in Film und Video
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news | förderungen    06.02.2012

100 Jahre großes Kino aus Berlin-Brandenburg – das Medienboard zieht Bilanz. Für 2011.

Im Vorfeld der 62. Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele Berlin hat Kirsten Niehuus für den Geschäftsbereich Filmförderung des Medienboard eine erste Bilanz für das Jahr 2011 vorgestellt.

 

Von insgesamt 28,9 Mio. Euro für 349 Projekte vergab die Filmförderung 24,3 Mio. Euro an 263 Projekte. Im Schnitt löste jeder Euro Filmförderung etwa das Vierfache an Investitionen in der Region aus und führte zu Ausgaben in Höhe von 90,4 Mio. Euro. Neben Filmen wurde mit rund 940.000 Euro auch die Digitalisierung von 46 Kinosälen in der Stadt und auf dem Land unterstützt. Mit weiteren 4,6 Mio. Euro förderte das Medienboard im Geschäftsbereich Standortmarketing/Standortentwicklung innovative audiovisuelle Inhalte und Standortprojekte.

Mit dem ILB-GAP-Finanzierungsprogramm hat die Region seit dem letzten Sommer ein weiteres Finanzierungsinstrument für Filmproduzenten mit einem Volumen von fünf Millionen Euro. Dieses ermöglicht Produzenten Finanzierungslücken mit einem Bankdarlehen zu schließen und ergänzt das seit Jahren gut funktionierende Zwischenfinanzierungsprogramm der Investitionsbanken von Brandenburg und Berlin (ILB/IBB), aus dem 2011 eine Summe von rund 15 Mio. Euro bereitgestellt wurde.

Filme »Made in Berlin-Brandenburg« stehen beim Publikum hoch im Kurs und sorgten 2011 für Millionenumsätze an den Kinokassen. So haben insgesamt 13,6 Mio. Zuschauer Tickets für Medienboard-geförderte Filme gekauft – damit entfielen knapp 60 Prozent aller Besucher deutscher Filme (gesamt: 24 Mio.) auf Produktionen aus der Hauptstadtregion! Mit Til Schweigers »Kokowääh« (4,3 Mio. Besucher) und Detlev Bucks »Rubbeldiekatz« (2 Mio. Besucher) kommen die zwei erfolgreichsten Filme der Saison aus Berlin-Brandenburg. Und auch Simon Verhoevens »Männerherzen 2« und Paul W.S. Andersons »Die drei Musketiere 3D« lockten jeweils über eine Million Menschen ins Kino.

Oscar-Nominierungen, Berlinale-Bären, Auszeichnungen in Cannes, dutzendweise Lolas, Europäische Filmpreise und renommierte Nachwuchspreise – die vom Medienboard unterstützten Filmemacher machten im vergangenen Jahr mit Preisen und Festivalteilnahmen weltweit von sich reden. So feierte Andreas Dresens »Halt auf freier Strecke« seinen ersten von zahlreichen Erfolgen an der Croisette. Besondere Anerkennung für einen außergewöhnlichen Film erhielt Wim Wenders, der für sein dreidimensionales Werk »Pina« u.a. mit dem Deutschen und dem Europäischen Filmpreis geehrt wurde. Die Krönung des erfolgreichen Filmjahrs 2011 kam dann mit der Nachricht aus Los Angeles, denn mit »Pina«, »In Darkness« und »Anonymus« gehen in diesem Jahr drei Medienboard-geförderte Produktionen ins Oscar-Rennen.

Auch als Drehort ist der Filmstandort national und international angesagt, denn allein Medienboard-geförderte Filme drehten an 2258 Tagen in Berlin-Brandenburg, unter anderem die bisher größte und teuerste deutsche Produktion »Cloud Atlas« von Tom Tykwer und den Wachowskis mit Tom Hanks und Halle Berry, außerdem Detlev Bucks »Die Vermessung der Welt 3D« mit Florian David Fitz oder Christian Petzolds Berlinale-Wettbewerbsbeitrag »Barbara« mit Nina Hoss. Rechnet man Fernsehproduktionen und andere nicht geförderte Filme hinzu, liegt die Anzahl deutlich über 4000. Denn mit TV-Movies und Serien wie z.B. Ferdinand von Schirachs »Verbrechen«, »Die letzte Spur«, die Fortsetzung von »Weißensee«, »Tatort«, Daily-Soaps wie »GZSZ«, große Prime-Time-Talkshows, unzähligen Musikvideos und Werbeclips ist die Hauptstadtregion der meistgenutzte TV-Drehort.

Bei der bevorstehenden Berlinale ist das Medienboard mit 15 geförderten Filmen im Hauptprogramm vertreten. Die drei deutschen Bären-Anwärter »Barbara« von Christian Petzold, »Gnade« von Matthias Glasner und »Was bleibt« von Hans-Christian Schmid wurden allesamt von Berliner Regisseuren gemacht. Berlin feiert außerdem die Rückkehr von Shah Rukh Khan anlässlich der Festival-Premiere seines in der Hauptstadt gedrehten Films »Don – The King Is Back«, der international bereits erfolgreich gestartet ist. Im Berlinale Special läuft ebenfalls Doris Dörries »Glück«, für den sie kürzlich den Bayerischen Regiepreis erhalten hat. Und auch in der Perspektive Deutsches Kino ist der Nachwuchs aus der Hauptstadtregion mit diversen Filmen gut vertreten.

Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin Filmförderung: »100 Jahre Filme aus der Hauptstadtregion – die Legende lebt! Der Filmstandort ist wieder ein internationaler Player geworden. Wir freuen uns, dass die Filmförderung zu den kontinuierlichen wirtschaftlichen und kulturellen Erfolgen von Filmen aus Berlin-Brandenburg beitragen konnte. Der Filmstandort ist ein gelungenes Beispiel für den Wirtschaftsfaktor Kultur. Hier sind ca. 50.000 umweltfreundliche Arbeitsplätze entstanden und die Preise und Auszeichnungen für Filme aus der Hauptstadtregion tragen zum positiven Image bei. Der Filmstandort Berlin-Brandenburg ist fit für die Zukunft. Wir freuen uns darauf!«

Und auch was die Aussichten für das kommende Filmjahr betrifft, braucht sich der Geschäftsbereich Filmförderung des Medienboard nicht zu verstecken, denn während Til Schweiger bereits an seinem neuesten Film »Schutzengel« dreht, laufen »Russendisko« mit Matthias Schweighöfer, »Die vierte Macht« von Dennis Gansel und »Anleitung zum Unglücklichsein« von Sherry Hormann demnächst im Kino an. Außerdem stehen mit Brian de Palmas »Passion«, »Der Medicus« und »Hotel Adlon« bereits weitere große Dreharbeiten in den Startlöchern. www.medienboard.de



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