14.02.2012Deutsche Bank einigt sich mit Kirch-Erben
Im Sommer letzten Jahres starb der Medienmogul Leo Kirch im Alter von 84 Jahren, ohne dass er seinen letzten großen Kampf – den Schadenersatzprozess gegen die Deutsche Bank – zu Ende bringen konnte.
Kirch, der den damaligen Vorstandssprecher der Deutschen Bank Rolf Breuer für den Untergang seines Medienimperiums verantwortlich gemacht und mit einer wahren Flut von Prozessen überzogen hatte, hatte ursprünglich einen Schadensersatz in Höhe von 3,6 Milliarden Euro gefordert. Die nun verhandelte Vergleichssumme, die die Kirch-Erben erhalten sollen, ist von diesen Forderungen freilich weit entfernt, orientiert sie sich doch an dem Vorschlag des zuständigen Münchener Richters Guido Kotschy, der den beiden Parteien einen Vergleich in Höhe von 775 Millionen Euro vorgeschlagen hatte. Immerhin: die Summe kann man durchaus als mehr als nur einen Achtungserfolg auffassen.
Die Einigung, die die Vertreter der Bank und die Anwälte der Familie Kirch getroffen haben, muss nun noch vom Vorstand der Deutschen Bank beschlossen werden. Sobald dies geschehen ist, soll das Geldhaus der Kirch-Seite eine Summe von unter 800 Millionen Euro zahlen. Im Gegenzug dazu wären damit dann alle Schadensersatzforderungen erledigt. Außerdem kann keine der beiden Streitparteien einen Sieg für sich beanspruchen, da bei einem Vergleich kein Urteil ergeht.
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