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news | Veranstaltungen    13.06.2017

Update Games am Standort Bayern: Gefördert, produziert, released - und was nun?

Zum sechsten Mal fand in München die Fachveranstaltung "Update Games am Standort Bayern“ statt. Mit Vorträgen, Showcases und Panels gibt die jährliche Veranstaltung einen Überblick über das gegenwärtige Gamesschaffen in Bayern und thematisiert rechtliche Fragen, die bei der Produktion von Spielen relevant sind.

v.l.:Die Organisatoren Elisabeth Noltenius, Prof. Dr. Klaus Schaefer, Dr. Michaela Haberlander, Lena Fischer, Dr. Hans Schleicher, Manfred Burger, Stefan S. Schicker LL.M., Dr. Ulrich Reber, Johannes Roth © FFF Bayern/Olga Havenetidis

v.l.:Die Organisatoren Elisabeth Noltenius, Prof. Dr. Klaus Schaefer, Dr. Michaela Haberlander, Lena Fischer, Dr. Hans Schleicher, Manfred Burger, Stefan S. Schicker LL.M., Dr. Ulrich Reber, Johannes Roth © FFF Bayern/Olga Havenetidis

 

Themen in diesem Jahr waren VR/AR und die Bedeutung der Gamesförderung für den Standort sowie Erfahrungsberichte über die Entwicklung von Studios. Rund 100 Personen der Film- und Gamesbranche sowie Vertreter der Hochschulen aus München, Füssen, Berlin, Regensburg, Frankfurt und Nürnberg nahmen an der Veranstaltung teil.

Hans Schleicher (LfA Förderbank Bayern) wies in seiner Begrüßung auf die Finanzierungsinstrumente der LfA für Firmengründer und Start-ups hin. Klaus Schaefer (FFF Bayern) bedankte sich in seinem Grußwort beim Freistaat Bayern für die Erhöhung der Gamesförderung von 460.000 Euro auf 1,2 Mio. Euro.

Stefan C. Schicker LL.M. von der Kanzlei SKW Schwarz Rechtsanwälte verschaffte einen Überblick über die weltweite VR/AR- Branche: 700 Start-ups und 200.000 Developer arbeiten mit der neuen Technologie; die Konzerne Facebook, Samsung, Sony, Google, HTC, Microsoft, Apple, Amazon und Disney investieren seit Jahren in VR/AR. Mit dieser Technik sind neue rechtliche Herausforderungen verbunden. Sie betreffen jede Ebene von der Firmenstruktur über die Entwicklung bis hin zu den Inhalten.

Philipp Döschl (FDG Entertainment) referierte als Koproduzent und Publisher von Oceanshorn über die Herausforderungen, die Portierungen von Mobile auf Konsole bringen. Für Mobile Games wird das Marktumfeld zunehmend schwerer – eine Erfahrung, von der gestern mehrere Entwickler berichteten. Aus diesem Grund konzentriert sich Döschl mehr und mehr auch auf Konsolen.

Auf dem ersten Panel ging es diesmal um die Frage, was mit den geförderten Games passiert, sobald sie veröffentlicht worden sind. Darüber diskutierten Fabian Rott (SPiN), Silke Schmidt (Medienministerium), Alexander Zacherl (Fairytale Distillery), Wolfgang Emmer (Iceberg Studis) und Jan Klose (Deck13) unter der Moderation von Michaela Haberlander (FFF Bayern). Zehn FFF-geförderte Spiele, so viele wie nie zuvor, haben in diesem Jahr ihren Release. Ein Release allein ist aber noch kein Erfolgsgarant für das Spiel und das Studio. Die Studiovertreter auf dem Panel waren sich aber darin einig, dass sie – unabhängig vom Erfolg – bei der Entwicklung und Herausbringung der geförderten Spiele wichtige Erfahrungen gesammelt und Kompetenzen und Knowledge erweitert haben. Damit sei es langfristig möglich, eine gewachsene und organische Games-Infrastruktur in Bayern zu etablieren. Jan Klose machte deutlich, dass die Höhe der Fördersumme eine entscheidende Rolle spiele, um ein Spiel international konkurrenzfähig zu machen. Die Firmen USM und Klonk Games präsentierten als Showcase das aktuell am Standort mit Hilfe der Förderung entwickelte Spiel Steampumpkins, das im Sommer 2017 als Mobile Game für iOS und Android erscheint.

Auf dem zweiten Panel nahmen Hendrik Lesser (rcp), Wolfgang Emmer (Aesir interactive), Johannes Roth (Mimimi Productions) und Christian Kluckner (Chimera Entertainment) die etablierte bayerische Entwicklerszene ins Visier. Dabei kristallisierten sich zwei Philosophien heraus: zum einen die Philosophie derjenigen Studios, die klein sind und deren Talente sich jeweils immer nur einem Projekt widmen; und zum anderen die Philosophie derjenigen Studios, die gewachsen sind und ihr Studio auf mehrere Beine stellen – neben der Entwicklung mehrerer Games zur gleichen Zeit bieten sie auch Dienstleistungen an. Mittlerweile sind in Bayern viele der Studios mit ihren Gründern und Mitarbeitern gewachsen, die Infrastruktur ist nicht mehr dieselbe wie vor zehn Jahren.

Die Fachveranstaltung 6. Update Games am Standort Bayern wurde organisiert von: FFF Bayern, Kanzlei SKW Schwarz und dem Entwicklerverband Games Bavaria Munich e.V. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und die LfA Förderbank Bayern haben die Veranstaltung unterstützt.

Durch die Zusammenarbeit der Veranstalter werden in der Reihe "Update Games" jährlich das Branchenwissen der Gamesförderung und des Entwicklerverbands sowie der juristische Input der Kanzlei kombiniert. Die Gamesbranche bekommt dadurch nicht nur wichtige Impulse für ihre Arbeit, sondern auch wertvolle Informationen für konkrete Arbeitsschritte. Rechtlich und fördertechnisch werden die Gamesschaffenden damit auf den neuesten Stand gebracht und haben beim anschließenden Get Together die Möglichkeit zum intensiven Networking und Austausch.

 



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