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news | Auszeichnungen    17.07.2017

Preisträger NaturVision Filmfestival 2017

In elf Kategorien wurden beim 16. NaturVision Filmwettbewerb die besten Natur-, Tier-, Umwelt- und Nachhhaltigkeitsfilme prämiert und insgesamt 46.000 Euro vergeben.

© NaturVision Filmfestival

© NaturVision Filmfestival

 

 

Zum Abschluss des NaturVision Filmfestivals 2017, das vom 13.-16. Juli im Central Theater und auf dem Open Air Kino am Arsenalplatz an die 130 Filme zu Natur, Tier Umwelt und Nachhaltigkeit zeigte, wurden bei einer feierlichen Preisverleihung im Großen Haus des Central Theaters Ludwigsburg in elf Kategorien die Gewinner des NaturVision Filmwettbewerbs ausgezeichnet. Dank engagierter Preisstifter konnte das Festival erstmals Preisgelder in Höhe von insgesamt 46.000 Euro vergeben. Durch die Veranstaltung, die von der Caligari Band musikalisch umrahmt wurde, führte Moderatorin Dilek Seytan.

"Die Stadt und das Meer“ lautete das Sonderthema des 16. NaturVision Filmfestivals. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellte im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 Meere und Ozeane einen Sonderpreis zur Verfügung, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Die inhaltliche Bandbreite an Filmen, die sich um diesen Preis bewarben, steht exemplarisch für die Vielfalt des gesamten NaturVision Filmwettbewerbs: Großartige Natur- und Tierfilme bringen die Schönheit unseres Planeten auf die große Leinwand, kritische Umweltreportagen thematisieren die problematischen Spuren unseres Alltagsverhaltens auf die Natur oder machen auf brisante Umwelthemen aufmerksam.

So deckt die Reportage Schwarze Tränen der Meere, die mit dem Sonderpreis Die Stadt und das Meer ausgezeichnet wurde, Zeitbomben auf, die unmittelbar vor unseren Küsten ticken: Schiffswracks, die im 2. Weltkrieg versenkt wurden und aus denen hochgiftiges Schweröl austritt. Seit vielen Jahren hat das Thema Biodiversität bei NaturVision einen wichtigen Stellenwert.

Der Film Natura Urbana – die Brachen von Berlin nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch den botanischen Kosmos von Berlin und gibt auf diese Weise nicht nur ein Zeugnis von der Artenvielfalt der Stadt – er erzählt anhand der Pflanzen auch vieles über die Nachkriegsgeschichte der Hauptstadt. Richard Hahn von der Firma Hahn + Kolb Werkzeuge GmbH, die den Deutschen Filmpreis Biodiversität mit 10.000 Euro unterstützt, übergab den Preis persönlich an Regisseur Matthew Gandy.

Der Deutsche Wildlife Filmpreis, dotiert mit 10.000 Euro, die zu gleichen Teilen von der Stadt Ludwigsburg und dem Central Theater Ludwigburg gestiftet wurden, ging an den Film Äthiopien – Im Hochland der Wölfe. Die Jury hob besonders hervor, dass das Filmteam aus einer ungeplanten Situation – die Wölfin, die im Mittelpunkt des Films stand, starb plötzlich – eine großartige Story entwickelt hat.

Small People – Big Trees hat ebenfalls eine Geschichte, die den Zuschauer sehr berührt. Den Kern des Films bildet ein Vater-Sohn-Konflikt bei den Baka Pygmäen, einem der ältesten Völker Afrikas. Regisseur Vadim Vitovtsev gelingt es an diesem Beispiel und mit der Kraft von eindrücklichen Bildern und O-Tönen eine Lebensgemeinschaft im Umbruch auf sehr authentische Weise darzustellen. Er wird dafür mit dem Preis NaturVision Beste Story ausgezeichnet.

Über gleich zwei Preise durfte sich das Team von Insekten – Superhelden auf sechs Beinen freuen. Die Dokumentation stellt Wissenschaftler vor, die die Biologie oder das Sozialverhalten von Insekten studieren, um damit Probleme der Menschheit zu lösen. Ein – wie es in der Jurybegründung für den Deutschen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfilmpreis heißt – „unterhaltsames, informatives und anregendes Stück Wissenschaftsjournalismus“. Der ebenfalls mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zu Verfügung gestellt und von Ministerialdirektor Helmfried Meinel überreicht. Die Jugendjury – die zum dritten Mal aus Mitgliedern der "Jugendinitiative Baden-Württemberg“ bestand – fand, dass gerade dieser Film „Natur und Umwelt spannend und unterhaltsam an die junge Generation vermittelt“ und bedachte ihn mit dem Preis der Jugendjury, für den ebenfalls das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg 2.000.- Euro stiftet.

Für den NaturVision Kinderfilmpreis wurde in diesem Jahr erstmals eine eigene Kinderjury ins Leben gerufen. Die vier Kinder im Alter von acht bis elf Jahren wählten Anna und die wilden Tiere – Das Tannenzapfentier zu ihrem Favoriten und kamen alle auf die Bühne, um ihre eigenständig formulierte Jurybegründung vorzutragen.

Mit Makroaufnahmen in Zeitlupe und Kamerafahrten im Zeitraffer rücken die Naturfilmer Jan und Melanie Haft in Biene Majas wilde Schwestern seltene Wildbienenarten ins Licht und erhalten für diese fantastische Arbeit den NaturVision Kamerapreis.

Der Film Hundesoldaten folgt über Monate hinweg der Ausbildung von Diensthunden, die mit "ihrem“ Soldaten in Kriegseinsätze gehen werden. Für den sensiblen Film, der tiefe Einblicke in die ambivalente Beziehung Mensch – Tier – Natur gibt, wurde Regisseurin Lena Leonhardt mit dem NaturVision Newcomerfilmpreis ausgezeichnet, für den dieUmweltDruckerei 1.000 Euro gestiftet hat.

Ein tragendes Element im Naturfilm ist die Musik. Den NaturVision Filmmusikpreis erhielten in diesem Jahr Peter Rusko und Marton Szekely für ihre Musik in Budapest Inferno – Das Geheimnis der Molnár János Höhle.

Als „vielleicht schönsten Film des Festivals“, der sich aber nur schwer einer der vorgegebenen Kategorien zuordnen ließ, beschrieb die Hauptjury Inseln wie im Paradies: Die Herrschaft der Sonne und ehrte diese Dokumentation über das Ökosystem des tropischen Regenwaldes mit dem NaturVision Sonderpreis der Jury. www.natur-vision.de 

 



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