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news | Firmenmeldungen    13.09.2017

Lawo beim Aspen Music Festival

"Aspen Music Festival and School“ (AMFS) präsentieren seit Jahrzehnten eines der weltweit renommiertesten Festivals für klassische Orchestermusik und feierten 2017 ihr 68-jähriges Jubiläum. Lawo hat sich vor Jahren dazu entschlossen diese Veranstaltung als Sponsor zu unterstützen, so auch die gerade abgeschlossene Saison.

Lawo Training mit Isaiah Abdolin © Lawo

Das Benedict Music Tent auf dem Aspen Music Festival © Alex Irvin

Lawo Konsole im Benedict Music Tent © Lawo

 

„Lawos kulturelles Engagement passt perfekt zu Aspen und dem dort gepflegten Niveau", so Michael Müller, Director of Sales America. "Deshalb wollten wir einen Beitrag zu diesem angesehenen Musikfestival leisten."

Die Mission von AMFS ist es, Studenten für eine berufliche Karriere in der klassischen Musik auszubilden und vorzubereiten, und das jährliche Festival wurde als Nebenaspekt aus dieser Mission heraus geboren. In jeder Festival-Saison präsentiert sich AMFS bei bis zu 400 Aufführungen sowohl auf dem Campus als auch außerhalb des Geländes sowie bei verschiedenen Symposien und Meisterkursen.

Das Zentrum des Festivals ist jedoch das mit 2.050 Sitzplätzen ausgestattete Benedict Music Tent, das die Akustik eines Opernhauses mit dem Ambiente eines Open-Air-Zelts verbindet. Dort spielt auch das mc²56 von Lawo für AMFS eine unverzichtbare Rolle und liefert von jeder Veranstaltung einen hochwertigen Stereo Mix und parallel dazu eine 5.1 Surround Mischung. Diese Mixes werden vom hauseigenen Edgar Stanton Audio Recording Center (ESARC) digital mitgeschnitten und archiviert. So stehen sie später Rundfunk-Partnern wie American Public Media, SiriusXM, Colorado Public Radio, KAJX-FM von Aspen Public Radio und der European Broadcast Union für Übertragungen zur Verfügung.

AMFS nutzt das Festival auch als Weiterbildung für Audio-Ingenieure. „Wir sind für 200 bis 250 Veranstaltungen während des Festivals verantwortlich", sagt Scott Wynne, Chief Audio Engineer von ESARC. „Einige Jahre arbeiten wir mit denselben Toningenieuren, aber manchmal haben wir eine ganz neue Crew. Für einige von ihnen ist es dann das erste Mal, dass sie mit Geräten von Firmen wie Lawo oder Neumann arbeiten."

All diese Aktivität in nur acht kurzen Wochen bedeutet, dass die Ton-Mannschaft kaum Ruhezeiten hat. „Uns stehen 13 Toningenieure zur Verfügung", so Wynne, „darunter Lisa Nigris, Director of Audio Production, Dan Gonko, Head Media Engineer, vier Senior Audio Engineers, drei Recording Engineers und drei Assistant Engineers. Für jedes Konzert benötigt man mindestens zwei Ingenieure für das Recording und einen dritten für den Live-Sound-Mix – aber für eine richtig große Produktion – beispielsweise bei einem Konzert von Renée Fleming – brauchen wir alle verfügbaren Kräfte."

Mithilfe von Zuwendungen eines großzügigen Gönners vereinbarte AMFS mit Lawo kürzlich ein Leasing-Agreement für ein mc²56 MkII Mischpult mit einem DALLIS Frame, ausgestattet mit 32 Kanälen zur Mikrofonvorverstärkung und 16 Audio-I/Os.

„Vor ein paar Jahren gab unser altes Pult mitten in der Saison den Geist auf. Sie können sich den Stress vorstellen, den der Ausfall verursacht hat ", erinnert sich Lisa Nigris, Aspens Director of Audio Production. „Mit unseren ganz speziellen Bedürfnissen bezüglich unserer 5.1- und Stereo-Recordings erwies sich die Suche nach einem neuen Mischpult, das unsere Anforderungen erfüllen konnte, als recht aufwendig. Bereits im Jahr davor hatten wir auf der AES mit Lawo und einigen anderen Herstellern gesprochen, und ein Jahr später, wieder auf der Messe, wurde dann konkret verhandelt, vor allem mit Lawo. Lawo war bereit, sich als Sponsor zu engagieren, was uns erlaubte, die Ausrüstung 2016 die ganze Saison über zu testen. Ein echter Glücksfall."

Wie Wynne erklärt, sind die Anforderungen von AMFS an das Recording aufgrund der Mischung aus Live-Sound, Audio-Archivierung und Broadcast außergewöhnlich: „Wir machen nicht erst einen Surround-Mix und daraus einen Downmix auf Stereo. Wir bauen diskrete Mixes auf individuellen Konsolen-Layern auf, so dass alle Aktionen auf einem Layer mit den anderen verknüpft sein müssen. Viele Pulte sind dazu nicht in der Lage, Lawo schon. Auf der AES in New York sprachen wir mit vielen Unternehmen, aber als wir das Lawo Pult im DiMenna Center for Classical Music in Aktion gesehen haben, war uns klar, dass dies das richtige Pult für uns war. Lawo musste uns nicht groß erklären, ´klar, wir können unsere Konsole so herrichten, wie ihr sie braucht` – alles was wir brauchten war bereits vorhanden.“

„Während unseres Auswahlprozesses die Möglichkeit zu haben, das Lawo-Pult nutzen zu können, war für unsere Toningenieure sehr verlockend.", fügt Nigris hinzu. „Wer wollte nicht auf dem gleichen Mischpult geschult werden, das auch bei der Tonight Show und den Olympischen Spielen zum Einsatz kommt?"

„Das mc²56 hat eine Reihe von Features, welche die Arbeit in unserem Zelt viel einfacher machen", sagt Head Media Engineer Dan Gonko, der für die Qualitätskontrolle von Recordings, Live-Radiosendungen und Internet-Streams verantwortlich ist.

Gonko betrachtet die Flexibilität als eines der besten Features des mc²56. „Die Konsole besitzt vom Design her eine große Tiefe, ist aber in einer leicht verständlichen Weise angelegt. Wenn ein Dutzend Toningenieure nach einer einstündigen Schulung in der Lage sind, jedes Pult-Layout innerhalb von 30 Minuten komplett anzupassen, dann spricht das Bände über die Benutzerfreundlichkeit des Lawo Pults. Die Konsole verfügt über sechs Bänke an Fader-Konfigurationen, jede mit zwei verschiedenen Layouts, so dass zwölf benutzerdefinierte Setups möglich sind, das heißt jeder Toningenieur kann das Pult auf seinen individuellen Workflow für ein Konzert anpassen. Durch die mc² Processing-Qualität sind Compressing, Limiting und EQ alle sehr neutral – etwas, was für klassische Musik unabdingbar ist; das Processing soll ja nicht den Klang verfärben. Ausserdem ist es möglich Compression oder EQ auf Mikrofone anzuwenden und dennoch einen transparenten Klang zu haben – buchstäblich nicht zu hören, dass wir die Tools nutzen.“

Gonko ist auch vom integrierten digitalen Delay der Konsole begeistert: „In einer Halle live zu mischen, mit einem primären, geflogenen Decca-Tree, und in der Lage zu sein, Spot-Mikros zu verzögern, wenn sie hinzugemischt werden, so dass sie mit der Arrival-Time des Decca-Dreiecks zusammenfallen, ist entscheidend. Und die Delay-Auflösung geht bis auf 1/100 einer Millisekunde. Es ist großartig, den Mix in einer solchen Genauigkeit anzupassen."

Abschließend erklärt Gonko: „Wir komprimieren oder limiten zwar niemals die Stereo- und Surround-Mixes der Recordings als Ganzes, aber dass wir durch das eingebaute LUFS-Metering sehen können, was bezüglich Loudness während der Aufführung geschieht, erleichtert unsere Nachbearbeitung, indem es aufzeigt, wie wir bearbeiten müssen, um broadcast-kompatibel zu sein."

Scott Wynne: „Unsere Aufgabe bei Aufnahmen ist ganz einfach das Event abzubilden und natürlich verlangen erstklassige Ensembles, wie das American String Quartett oder das Robert McDuffie and Michael Mills Konzert für Violine, Rock Band und Streichorchester, dass sie mit der höchsten Audioqualität aufgenommen werden. Aber Recording und Mischen für Sendungen ist ganz anders. Sponsoren wie Lawo, Neumann, DPA, Grace Design und Millennia Media haben dazu beigetragen, dass wir das erforderliche Qualitätsniveau erreichen. Dies ist für uns besonders wichtig, wenn man sieht, wie schnell sich neue Technologien entwickeln. Wir müssen uns fragen: Was ist, wenn RAVENNA eine dominante Rolle einnimmt, weil es nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden ist? Was ist, wenn unsere Broadcast-Partner entscheiden, dass sie Dolby Atmos für Zuhörer im Auto aufbereiten wollen? Wann müssen wir Audio mit 96 kHz Abtastraten liefern? Das sind für uns noch offene Fragen. Das Schöne an den Lawo-Pulten: sie sind beinahe grenzenlos flexibel. Alles, was wir tun müssen, ist in Abstimmung mit Lawo die DSP-Ressourcen des mc² anzupassen, um unseren neuen Bedürfnissen gerecht zu werden. Was auch immer kommt, wir sind bereit." www.lawo.com 

 



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