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news | Veranstaltungen    21.04.2017

Hommage an Danielle Darrieux

Zum 100. Geburtstag der französischen Schauspielerin Danielle Darrieux zeigt das Filmmuseum München vom 25. April bis 3. Mai 2017 sieben Spielfilme mit ihr, die einen eindrucksvollen Querschnitt ihres Schaffens bilden.

Danielle Darrieux in "Mayerling“

Danielle Darrieux in "Mayerling“

 

In über 100 Filmen spielte Danielle Darrieux (geb. 1. Mai 1917), seit sie mit 14 Jahren zum ersten Mal für "Der Ball“ (1931) von Wilhelm Thiele vor der Kamera stand. Sie arbeitete mit fast allen bedeutenden französischen Regisseuren zusammen und wurde von Filmemachern wie Paul Vecciali, Jacques Demy und François Ozon bewundert. Darrieux war für ihre Anmut, Eleganz und ihr musikalisches und tänzerisches Talent bekannt, ihren internationalen Durchbruch erlangte sie in Hollywood mit "Mayerling“ (1936), der tragischen Liebesgeschichte zwischen dem Thronfolger Österreich-Ungarns und der bürgerlichen Mary Vetsera im kaiserlichen Wien, inszeniert von Anatole Litvak.

Besonders intensiv gestaltet sich in den 1950er Jahren die Zusammenarbeit mit Max Ophüls, zunächst in "La ronde“ (1950) wieder einem Film über das Wien der Jahrhundertwende, zwei Jahre später in "Le plaisir“. Als Hauptrolle besetzte Max Ophüls Danielle Darrieux erstmals in "Madame de...“ (1953), in dem ein Paar Ohrringe zum zentralen Element in einer Geschichte um Liebesbeziehungen, Versteckspiele und Eifersucht wird.

Auch mit Jacques Demy, einem ihrer großen Bewunderer, entstanden mehrere Filme, darunter 1967 das farbenfrohe Musical "Die Mädchen von Rochefort“, in dem Darrieux eine Caféinhaberin spielt, bei der die Menschen, die anlässlich einer Stadtfeier zusammenkommen, sich treffen und verpassen. Für die Gesangsszenen wurde Danielle Darrieux als einzige Darstellerin nicht synchronisiert. In "Ein Zimmer in der Stadt“ (1982) gibt sie schließlich wieder eine Adlige, diesmal jedoch verarmt und gezwungen, ein Zimmer ihres Hauses an einen Werftarbeiter unterzuvermieten. Die Krimikomödie "8 Frauen“ (2002) von François Ozon schließlich lässt sich als Hommage an die weiblichen Stars des französischen Kinos verstehen – ein Familienpatriarch wird tot aufgefunden und alle anwesenden acht Frauen sind verdächtig. Noch einmal kann Darrieux hier ihr musikalisches Talent zur Schau stellen.

Alle Filme werden in der Originalfassung mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt.

Weitere Informationen sowie alle Filme und Termine der Reihe unter www.muenchner-stadtmuseum.de/film

http://www.muenchner-stadtmuseum.de/film



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