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news | Wettbewerbe    12.01.2018

Nominierungen für Thomas Strittmatter Preis 2018

Vier Drehbücher haben es ins Rennen um den Thomas Strittmatter Preis 2018 geschafft. Der Drehbuchpreis aus Baden-Württemberg wird während der Berlinale überreicht und feiert 2018 sein 20-jähriges Jubiläum.

 

Die Jury des Thomas Strittmatter Preises für Drehbuchautoren der MFG Baden-Württemberg hat für die diesjährige Preisverleihung am 21. Februar 2018 vier Drehbücher nominiert. Die mit einem Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro ausgestattete Auszeichnung wird von Kunststaatssekretärin Petra Olschowski und MFG-Geschäftsführer Prof. Carl Bergengruen in der Berliner Landesvertretung Baden-Württemberg überreicht. Im Rahmen der Preisverleihung wird erstmalig Bildmaterial aus "G’Stätten“ zu sehen sein, wofür Peter Evers 2014 den Thomas Strittmatter Preis erhielt. Auch die Dreharbeiten zu "Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt, die im letzten Jahr ausgezeichnet wurde, haben im November 2017 begonnen.

Unter dem Vorsitz von Aelrun Goette (Regisseurin u.a. von "Unter dem Eis“, aktuell in Vorbereitung "In einem Land, das es nicht mehr gibt“) haben die diesjährigen Juroren Natalia Wörner (Schauspielerin u.a. in "Die Kirche bleibt im Dorf“, aktuell in „"Die Diplomatin“ und in "Unter anderen Umständen“) und Hendrik Hölzemann (Drehbuchautor/Regisseur u.a. "Kammerflimmern“, aktuell "Axel der Held“) in ihrer Sitzung aus knapp vierzig anonymisierten Einreichungen vier Drehbücher ausgewählt, die mit der Nominierung bereits ein Preisgeld von 2.500 Euro erhalten.

 

Die Nominierten sind:

 

Constantin Hatz für "März“

Daniel lebt mit seinem Bruder und dem todkranken Vater in einem Dorf in Sachsen-Anhalt. Die jungen Menschen gestalten dort ihr Leben zwischen seltenen Busintervallen, Arbeitslosigkeit, Xenophobie und chemischen Berauschungsmitteln. Daniel steht zwischen Kindheit und Jugend und wird angesichts der Lieblosigkeit und Stagnation seiner Umgebung Opfer unmenschlicher Verhältnisse, die ihn in eine leidvolle Einsamkeit zwingen.

Das düstere Drama des Ludwigsburger Filmakademie-Absolventen soll nach dem Diplom-Dokumentarfilm "Wirtschaft (AT)“ das Spielfilmdebüt des in Stuttgart lebenden Regisseurs werden.

 

Sabine Westermaier und Michael Baumann für "Missing Link“

Eine Patchwork-Familie kämpft sich durch den Urlaub. Als die Tochter Mia verschwindet, steht das ganze Familienkonstrukt in Frage. Ein Film über eine Jugendliche im Patchwork-Wahnsinn und über das komplexe Geflecht aus Emotionen in modernen Familien.

Das Autorenduo hat bereits für das Drehbuch zu "Willkommen bei Habib“ 2012 den Thomas Strittmatter Preis erhalten. Der Dreh seines neuen Dramas ist im Hochschwarzwald und in der Produktion der Stuttgarter INDI Film GmbH geplant.

 

Gabriele Simon und Finn-Ole Heinrich für "Räuberhände“

Janik hat Eltern, die immer alles richtig machen. Samuel kommt aus zerrütteten Verhältnissen. Während Janiks Eltern Samuel quasi adoptiert haben, hütet der seine Penner-Mutter wie ein Geheimnis. Samuel will Ordnung, Janik will Chaos. Ihr Ziel ist ein neues, selbsterfundenes Leben in der Türkei. Bis Janik etwas Unverzeihliches tut und ihre Freundschaft fast daran zerbricht.

Die Handlung nach dem gleichnamigen Roman des Co-Autors ist in Freiburg und Istanbul angesiedelt. Regie übernimmt Ilker Çatak und produziert wird das Drama von Flare Film GmbH zusammen mit SWR/arte.

 

Sigrun De Pascalis und Ursula Gruber für "Yeaaahhh!!!“

Durch eine Namensverwechslung starten vier Freunde mit ihrer Heavy Metal Band "Hellfire“ auf eine Tour nach Osteuropa. Eine Geschichte um Freundschaft und Verrat, die Liebe zur Musik und zum Leben. Ein Plädoyer dafür, dass man auch jenseits der 40 noch träumen darf.

Die Tragikomödie der beiden Autorinnen aus Sinzheim und München, die bereits zusammen "Vampirschwestern 3“ fürs Kinos geschrieben haben, ist eine Koproduktion von Georg Gruber Film und Lieblingsfilm München.

 

 



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