Technologie und Medienrealisation in Film und Video
PRODUKTIONSBERICHT | 24P-KINOFILM    Ausgabe 05/05

Darth-Spiele im (Back)Focus

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Am 19. Mai bringt die 20th Century Fox zusammen mit Lucasfilm »StarWars Episode III: Die Rache der Sith«, die letzte Episode von GeorgeLucas' Star-Wars-Saga in die Kinos. Ruodlieb Neubauer sprach mit FredMeyers, der als HD-Supervisor bei den Episoden II und III arbeitete.

Darth-Spiele im (Back)Focus

Darth-Spiele im (Back)Focus

PROFESSIONAL PRODUCTION:
Herr Meyers, in der Branche sind die Episoden I und II der Star Warsnicht nur wegen ihrer unzähligen Effekt-Shots bekannt, sondern auch,weil George Lucas als einer der Ersten Digitalkameras zur Produktioneines Kinofilms eingesetzt hat, ja sogar einmal recht medienwirksam vonsich behauptete, nur mehr digital drehen zu wollen. Wie wurde beiEpisode III aufgenommen?

Fred Meyers:
Wir haben die brandneuen HD-Kameras HDC-F950 von Sony inunkomprimiertem 4:4:4-RGB bei 1920 x 1080 Pixel über Dual-Link-HD-SDIbetrieben. Anfangs nahmen wir mit dem HDCAM-SR-Recorder SRW-5000 auf,dann stiegen wir jedoch auf den tragbaren SRW-1 um. In Episode II wurdein der Wüste noch auf den internen Recorder der Sony HDW-F900aufgenommen, auch auf den HDCAM-Studiorecorder HDW-F500. Dabei habe ichetwas Wichtiges gelernt: in Tunesien benötigten wir einen Lastwagen mitKühlung für die Geräte. Allerdings war das Exemplar in seinem normalenLeben für Fischtransporte im Einsatz. Die Kühlung reichte aus, dieHDW-F500 haben wie die HDW-F900 gut in der Wüste funktioniert.
Aber vermeide immer, in einem Fischtransporter zu arbeiten!«

PROFESSIONAL PRODUCTION:
Welche Optiken haben Sie eingesetzt?

Fred Meyers:
In Episode III haben wir zum ersten Mal Fujinon-Optiken für die gesamteProduktion verwendet. Während des Drehs von Episode II hatten wir die5-50-mm-Zooms HA10x5B-10 aus der Cine-Super-C-Serie für die VFX-Shotseingesetzt. Zu dieser Zeit sprachen wir mit Fujinon über die Anwendungvon Optiken für die Hauptfotografie und auch die Aufnahme der Modellein der Post. Wir wollten hochqualitative Zooms mit Schwerpunkt imWeitwinkelbereich haben. Wichtig war für uns, dass die eingesetztenSteuermotoren bei einem Wechsel der Optiken am gleichen Platz bleibenkonnten, weil wir einfach keine Zeit für komplizierte Umbauten hatten.Wir wollten auch an die Daten der Optik-Steuerung herankommen können,u.a. um diese z.B. automatisch kalibrieren oder den Punkt für dieoptimale optische Scharfeinstellung zu finden. Fujinon entwickeltedaraufhin das digitale Lens-Control-System ESC. Bei Episode III hattenwir vom Verleiher Plus8digital aus Burbank drei Fujinon HAe3x5 (5-15mm), drei HAe10x10 (10-100 mm), beide mit durchgehend T1.8, und dreiESC-Systeme. ILM und Lucasfilm haben zwei HA13x4.5B aus der C-Seriegekauft, und von Plus8digital zwei weitere gemietet. Am Set waren auchdie neun Primes aus der E-Serie vorhanden.


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