Technologie und Medienrealisation in Film und Video
AUSSTELLUNGSBERICHT | MEDIENGESCHICHTE    Ausgabe 01-02/06

Sehmaschinen und Wundertrommeln

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Der Blick auf den Blick: Die Ausstellung »Schaulust« im Altonaer Museum Hamburg bietet eine Mediengeschichte von der Renaissance bis heute. Sonja M. Schultz hat die frühen Bilderwelten besucht.

Sehmaschinen und Wundertrommeln

Sehmaschinen und Wundertrommeln

Heute gehen wir ins Kino, um uns von möglichst lebensechten Dinosauriern oder Riesenaffen unterhalten zu lassen und über die neueste CGI-Kreatur zu staunen. Im 19. Jahrhundert hätten wir eine Laterna-Magica-Vorführung besucht und auf Rauch projizierte Geister und tanzende Skelette verfolgt. Im 18. Jahrhundert hätten wir, um eine illusionistische Rundsicht auf ferne Länder zu genießen, keine Karte für ein IMAX-Kino gelöst, sondern für eine Panorama-Schau mit 360-Grad-Bildern exotischer Landschaften. Zur Verbreitung aktueller Katastrophenbilder gab es keinen Fernsehapparat, dafür aber den Guckkastenmann, der von Jahrmarkt zu Jahrmarkt zog und lautstark für seine Apparatur warb: »Zahl sie Kreuzer, guck sie Loch!« Durch das Guckloch fiel der Blick auf einen Kupferstich, der historische Ereignisse, Naturkatastrophen oder Städtebilder zeigte. Die Szenen konnten perforiert und von hinten beleuchtet sein, um Tag- und Nachtansichten zu bieten. Sie konnten zu filigran bemalten transportablen Perspektivtheatern werden, in denen gleich mehrere Bildebenen hintereinander eine räumliche Wirkung erzeugten. Eines der heute erhaltenen Beispiele für die damalige Aufbereitung des Weltgeschehens zeigt das Erdbeben von Lissabon aus dem Jahr 1760. Es ist eins der über 1000 Exponate aus der Sammlung Werner Nekes, die noch bis zum 1. April im Altonaer Museum in Hamburg zu sehen ist.


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