Technologie und Medienrealisation in Film und Video
50 JAHRE SACHTLER | BERICHT    Ausgabe 04/08

Der Kamera Beine machen

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Was einst als Münchner Hinterhofwerkstatt begann, ist heute zum weltweit anerkannten Markenprodukt der Film- und Videobranche geworden. Romain Geib lässt die 50-jährige Erfolgsgeschichte des Kamera-Support-Spezialisten Sachtler Revue passieren.

Der Kamera Beine machen

Der Kamera Beine machen


In den fünfziger Jahren tüftelte in seiner Garage in München-Schwabing ein Kameramann und Erfinder. Unzufrieden mit den damals vorhandenen Kamera-Supports suchte er nach Lösungen, um primitive Schwenk- oder Neigeköpfe, sowie schwere und unhandliche Stative aus Holz zu optimieren. Wendelin Sachtler gilt heute als Pionier auf dem Gebiet der Konstruktion von Kamera-Stativen, entwickelte er doch 1958 seinen eigenen Stativkopf, der bald eine kleine Revolution für die Filmbranche darstellen sollte. Der von ihm erfundene »Kreiselkopf« war nicht nur gleichzeitig horizontal schwenkbar und auch vertikal neigbar, sondern wurde zusätzlich noch durch ein neuartiges Kreiselsystem stabilisiert, bei dem die Dämpfung durch eine rotierende Schwungmasse erfolgte. Das notwendige Know-how für seine Neuentwicklung holte sich der 1923 geborene und in Dessau aufgewachsene Wendelin Sachtler damals aus der Schiffstechnik: Kreiselkompasse waren so konstruiert, dass das kugelförmige Instrument in einer Metallschale gelagert war und durch einen Kreisel stabilisiert wurde. Doch um den Kreisel, wenn er einmal in Bewegung war, wieder zu stoppen, entwickelte Sachtler die so genannte »Rutschkupplung«. Das Kreiselsystem dämpfte den Schwenk- und Neigekopf, und erlaubte es dem Kameramann, erstmals ruhige ruckfreie Schwenks auszuführen, ohne mit einer gewissen Eigendynamik der Kamera zu kämpfen zu haben. Die alten ungedämpften Friktionsköpfe, die bis dahin im Einsatz waren, hatten jetzt ausgedient.


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