Technologie und Medienrealisation in Film und Video
TATORT  DER BANKIER | PRODUKTIONSBERICHT    Ausgabe 09-10/09

Dehnfähig wie Kaugummi

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Frisch im Einsatz: Die Vision3-Reihe von Kodak wurde um den Tageslichtfilm 5207/7207 erweitert. Beim SWR-Tatort »Der Bankier« zeigten sich die Vorzüge der neuen Emulsion. Sonja M. Schultz auf den Spuren von KODAK Vision3 250 D.

Dehnfähig wie Kaugummi

Dehnfähig wie Kaugummi


Sein persönliches Aha-Erlebnis hatte DoP Christoph Schmitz gleich nach dem ersten Drehtag. Die Szene spielt in einem Schießstand der Polizei. Der Raum ist ein langer Schlauch: Die Schauspieler stehen vorn im Bild, und hinten sind strahlende Neonröhren zu sehen. Der Belichtungsmesser zeigte eine 2,8 auf den Gesichtern, 16 und mehr auf dem Lichthof der Leuchten. Bei der anschließenden Farbkorrektur erschienen die Neonlichter nun deutlich ohne Hof, trotzdem hatten die Schauspieler genug Zeichnung. »Da habe ich gesehen, dass das neue Material großen Spielraum bietet. Es ist dehnfähig wie Kaugummi«, so Schmitz. »Früher gab es die Angst, wo die Nadel des Belichtungsmessers stehen bleibt. Heute kann mit der Belichtung nicht mehr viel schief gehen. Und es gibt auch keine Nadel mehr.« Eine andere Szene zeigt den Bankier (Stephan Kampwirth) in seinem Büro vor weißen Lamellen. Gleichzeitig sind durch das Fenster im hellen Hintergrund deutlich Skateboardfahrer auszumachen: für das Belichtungsspektrum von Vision3 kein Problem.

Hohe Detailgenauigkeit in den überbelichteten Bereichen und sehr feines Korn in den unterbelichteten – das war unter anderem das Versprechen, mit dem der KODAK VISION3 250 D Color Negative Film 5207/7207 diesen April auf den Markt kam. Bereits im Januar hatte das Kopierwerk des SWR in Baden-Baden eine Rolle Testfilm von Kodak erhalten und direkte Vergleiche zwischen dem Tageslicht-Vorgänger der Vision2-Familie und der Weiterentwicklung machen können. Aufgenommen wurde unter anderem eine weiße Statue, die um drei bis vier Blenden überbelichtet war. Was auf Vision2-Film nicht mehr korrigierbar war, ohne das Bild »gequält« aussehen zu lassen, wäre mit Vision3 noch sendefähig gewesen. Technisch gesprochen: Die Gradation ist gleich geblieben, aber der geradlinige Teil der Filmkennlinie ist um zwei Blenden länger als beim Vorgängertyp Vision2. Das bedeutet einen enormen Kontrastumfang von 16 Blenden. Das Ergebnis der Testvorführung vor Mitarbeitern des Kopierwerks, der Farbkorrektur und Kameraleuten des SWR war eindeutig. »Danach waren wir uns alle einig, auf Vision3 umzusteigen«, berichtet Kopierwerksleiter Gottfried Roth. »Das neue Material passt gut zu dem Vision3 500 T-Kunstlichtfilm, den wir seit zwei Jahren verwenden. Bei unseren Spielfilmproduktionen setzen wir nun überwiegend diese beiden Materialien ein – in Verbindung mit dem niedrig empfindlichen 50 ASA-Tageslichtfilm aus der Vision2-Serie.« So entstand auch die Tatort-Folge »Der Bankier« mit Hilfe dieser drei Emulsionen für Super16.


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