Technologie und Medienrealisation in Film und Video
RECHT | FILM & FERNSEHEN    Ausgabe 09-10/09

Karamalz und das wilde Leben des HL

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In seiner Autobiografie berichtet Heiner Lauterbach über Partys, Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie sexuelle Abenteuer. Für die Leser eine spannende Sache. Weniger begeistert war die Eichbaum-Brauerei, die Herstellerin von Karamalz. Sie hatte Heiner Lauterbach 2003 als Werbe-Ikone engagiert. RA Dr. Heidrun Huber berichtet.

Karamalz und das wilde Leben des HL

Karamalz und das wilde Leben des HL


Die Eichbaum-Brauerei befürchtete einen Image-Schaden, kündigte den Werbevertrag des Schauspielers fristlos und verlangte 142 382,88 Euro zurück. Lauterbach wollte jedoch nicht einsehen, warum er zahlen sollte und weigerte sich. Daher zog Eichbaum vor Gericht und beschäftigte zwei Instanzen. Ursprünglich sollte der bekannte Darsteller drei Jahre als Testimonial für Werbung zugunsten von Produkten der Marke Karamalz zur Verfügung stehen. In dem dafür abgeschlossenen Vertrag heißt es in Ziffer 10: »Der Auftragnehmer (also Heiner Lauterbach) verpflichtet sich, zu keiner Zeit irgendwelche objektiv nachweisbaren Handlungen oder Unterlassungen zu tätigen, welche unter Anlehnung vernünftiger Gesichtspunkte und objektiver Kriterien als schädlich, beziehungsweise nachteilig in Bezug auf die Marke Karamalz und die Eichbaum-Brauereien angesehen werden können. Insbesondere wird Heiner Lauterbach die Frage nach dem Konsum von Karamalz positiv beantworten. Der Auftragnehmer ist zudem gehalten, gegenüber den Medien und der Öffentlichkeit nicht zu verkünden, dass er andere vergleichbare Produkte denen des Auftraggebers vorzieht...«

Im Februar 2006 erschienen in der Bildzeitung Vorabdrucke der kurz danach veröffentlichten Autobiografie von Heiner Lauterbach. In den Vorabdrucken wurden insbesondere solche Buchausschnitte wiedergegeben und mit Fotos aus dem Archiv der Zeitung garniert, in denen er über sein ausschweifendes früheres Leben berichtete. Nur wenige Tage, nachdem der Vorabdruck in der Bild-Zeitung erschienen war, erklärte die Brauerei die außerordentliche Kündigung des Werbevertrages.


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