Technologie und Medienrealisation in Film und Video
TOD AUS DER TIEFE | PRODUKTIONSBERICHT    Ausgabe 09-10/09

Realismus in HD für schmales Geld

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Mit »Tod aus der Tiefe« von Regisseur Hans Horn haben die beiden Crazy-Film-Produzenten Philipp Weinges und Günter Knarr einen aufwendigen Unterwasserthriller für die neu geschaffene Montags-Reihe »Thrill Time« auf ProSieben geschrieben, an dessen Entwicklung und Umsetzung die Münchener Visual-Effects-Firma Fish Blowing Bubbles eng beteiligt war. Thomas Steiger hat sich den Produktionsprozess erklären lassen.

Realismus in HD für schmales Geld

Realismus in HD für schmales Geld


»Die meisten Shots sowie alle Zuspieler entstanden in HD«, erzählt Fish Blowing Bubbles-GF Artur Kubiczek, der gemeinsam mit Caro Giessler, als VFX-Producer für das Projekt verantwortlich zeichnet. Die Zuspieler – etwa 30 an der Zahl, davon die meisten mit Multi-Camera-Angles und in Full-HD-Auflösung – wurden vorab produziert, um sie mit Hilfe von HD-Monitoren gemeinsam mit den Schauspielern aufnehmen zu können. Für die Schauspieler hatte dies den Vorteil, dass sie auf etwas reagieren konnten; für die Produktion, dass sie Kosten sparen konnte, weil sich einerseits die große Anzahl von Blue- und Greenscreenaufnahmen reduzierte und andererseits die Shots nicht in einem zweiten, aufwendigeren Schritt eingefügt werden mussten. Es war weiter nichts nötig, als die Frequenz des Monitors mit der der HD-Kamera zu synchronisieren. Abgespielt wurden die Zuspieler vom Doremi Harddisk Player. Dieses Verfahren wurde von Crazy Film und FBB bereits bei den Rennszenen in »Crazy Race« angewandt.

Die Herausforderung bei »Tod aus der Tiefe« lag darin, dass für die Zuspieler für das Tauchboot vier Monitore synchron bespielt werden mussten – die drei Bullaugen sowie der Monitor der Außenbord-Kamera. Um dies zu bewerkstelligen, wurde für die drei Bullaugenshots ein einziges Bild erzeugt, das aber horizontal in dreifacher HD-Auflösung produziert wurde, um so ohne Qualitätsverlust auf die drei Bullaugen-Screens verteilt werden zu können.
Dennoch erforderte die Komplexität einiger Shots die traditionelle Produktionsweise mit Hilfe von Blue- und Greenscreenaufnahmen. Vor Ort in Wien und Malta begleitete Christoph Rainer als VFX- und Setsupervior die Drehaufnahmen. Auf Malta wurde im Deep Water Tank der Mediterranean Film Studios für »Tod aus der Tiefe« das größte Unterwasserset bis dahin errichtet.

»Tod aus der Tiefe«, der in PAL ausgestrahlt wird, wurde komplett auf HD produziert. Damit ist nicht nur sichergestellt, dass der Film in späteren Auswertungsschritten auf Blu-ray oder in HDTV reüssieren kann, mit dieser Entscheidung akzeptiert und folgt die Produktion den gestiegenen Ansprüche des Publikums, das mittlerweile gelernt hat, mehr Details wahrzunehmen und daher auch vom Fernsehen mehr in Richtung Kinoqualität verlangt. Ein weiterer – gerade für die Visual-Effects-Artists – wichtiger Aspekt, ist der mit HD mögliche größere Spielraum für die Effekte und beim Compositing. Damit einher geht allerdings auch die Verpflichtung zu größerer Detailtreue, da HD mit seiner Schärfe jede Schummelei, die bei PAL noch durchgeht, sichtbar macht.


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