Technologie und Medienrealisation in Film und Video
DIE DIENER GOTTES | DREHBERICHT    Ausgabe 04/10

Im Heli zu Hause beim Papst

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Der Vatikan. Staat in der ewigen Stadt. Sein Zentrum – der Petersdom. Raum für 60 000 Menschen. Eines der am meisten besuchten Gebäude der Welt. Davor der Petersplatz. Einer der am besten gesicherten Plätze der Welt. Darüber fliegen? Wo denken Sie hin? Strengstens verboten. Die Römer passen auf. Da kommt keine Fliege durch. 
Und doch: Für »Die Diener Gottes«, eine teamWorx-Event-Dokumentation von Regisseur Richard Ladkani, die zu Weihnachten in der ARD ausgestrahlt werden wird, gab es für Flugaufnahmen erstmals eine Sonder- 
Sonder- Sondergenehmigung. Von ganz oben. Die allererste, dass jemand so nah, so tief und so lange über dem Vatikanstaat fliegen durfte. Ruodlieb Neubauer berichtet über einen einmaligen Helikopter-Dreh der ACSE.

Im Heli zu Hause beim Papst

Im Heli zu Hause beim Papst

In der neunzigminütigen Doku zeichnet Regisseur Richard Ladkani anhand von acht Personen ein Bild des Vatikan: vom Bodyguard von Papst Benedikt XVI bis hin zum Kardinal, also nicht nur Geistliche, und quer durch alle Hierarchien. Im Vordergrund steht die Frage: Welche gemeinsame Idee, welcher höhere Auftrag verbindet die Menschen im Vatikan?

Hendrik Vogt, Geschäftsführer von Airborn Camera Systems Europe ACSE, erzählt: »Richard Ladkani, der im Dokumentarfilmbereich durch seine Produktionen recht bekannt ist, wusste, dass wir Flugaufnahmen machen und meinte, dass er sich mal melden würde.« Und tatsächlich, irgendwann war er am Telefon und erzählte von einer Produktion, wie sie wahrscheinlich so schnell nicht wieder kommt: »Wir haben da ein Ding, das ist absolut hochgradig, da dürfen wir nur die beste Qualität bringen, nicht einfach nur die Kamera aus der Hubschraubertüre heraushalten. Kannst du mir ein Angebot machen?« Hendrik Vogt machte also ein Angebot für Aufnahmen auf HDCAM SR und wartete ab, was dabei herauskommen würde. Wie es in der Branche eben so üblich ist. Dann kam lange nichts mehr.

Eines Tages rief Sibylle Schmidt an, die bei teamWorx in der Herstellungsleitung für die Projektkoordination zuständig ist, und sagte, dass das Angebot nicht auf Richard Ladkani geschrieben werden solle, sondern mit der Firma teamWorx als Adressat. Dann müsse man sich noch einigen, ob die ACSE mit einem Hubschrauber nach Rom fliege oder einer vor Ort angemietet werden solle. Und wann man dort arbeiten könne. Hendrik Vogt erklärte ihr, dass die wichtigste Komponente das Wetter sei, auf alles andere könne man sich einstellen. Zudem komme ein Hubschrauber vor Ort günstiger. Von München nach Rom sind es in einer Richtung fast 1000 km. Wenn man da nicht auch auf der Strecke Punkte hat, von denen Bilder benötigt werden, muss die Produktionsfirma zu viel Zeit bezahlen, die nicht für den Dreh genutzt wird. »Das liegt am Drehverhältnis vor Ort. Hier waren es sechseinhalb Stunden – bei insgesamt etwa zehn Stunden für An- und Abflug. Die Rechnung ist relativ einfach: solange die Flugzeit vor Ort länger ist als der Hinflug, macht die Reise mit der eigenen Maschine für den Kunden Sinn,« meint Hendrik Vogt.

Für Flüge dieser Art ist aus Sicherheitsgründen eine zweimotorige Maschine vorgeschrieben und Vogt wusste, wo eine in der Nähe zum Drehgebiet stationiert ist. Zudem ist es nach seiner Erfahrung gerade in solch einem Fall immer günstig, wenn der Helikopterpilot aus der Gegend stammt. Erstens kennt er die geografischen und flugtechnischen Feinheiten der Gegend, und zweitens die entsprechenden Herren bei den Behörden.


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