Technologie und Medienrealisation in Film und Video





JANE’S JOURNEY | PRODUKTIONSBERICHT    Ausgabe 08-09/10

Die große Reise

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Am 2. September startet in Deutschland eine bemerkenswerte Dokumentation von Regisseur Lorenz Knauer 
und Kameramann Richard Ladkani bvk über eine noch bemerkenswertere Frau: Jane Goodall. Ruodlieb Neubauer hat einige Hintergründe zum Film zusammen getragen.

Die große Reise

Die große Reise

Vor 20 Jahren sah Regisseur Lorenz Knauer Jane Goodall zum ersten Mal in New York. Damals hatte er sofort das Bedürfnis, einen Film über sie zu machen. Doch dann fand er heraus, dass es schon einige Dokumentationen über sie gab. Fünfzehn Jahre danach traf er sie bei einem Vortrag in München und präsentierte ihr seine Vision – einen Film über ihre Reisen, über jene große Reise, die ihr Leben darstellt. Nicht fürs Fernsehen, sondern für die große Leinwand. Und sie sagte sofort zu. Vor dreieinhalb Jahren startete die Filmproduktion. Ohne Geld. Vor zweieinhalb Jahren hatte man das Geld. Aber wegen der Finanzkrise ging es wieder verloren. Vor eineinhalb Jahren fanden Philipp Schall, Philipp Wundt und Michael Halberstadt, die Produzenten von Neos Film, einen Investor, der den Film rettete und seine Fertigstellung ermöglichte. Zustande kam eine Produktion von Neos Film, CC Medienproduktion und Sphinx Media, in Koproduktion mit Animal Planet, Discovery Communications, dem Südwestrundfunk/Arte, CinePostproduction und Licht & Ton.

Juni 2005. Lorenz Knauer saß beim Deutschen Kamerapreis in der Jury. Richard Ladkani bvk war damals mit seinem Film »The Devil’s Miner« nominiert, für den er auch eine lobende Erwähnung bekam. Seit diesem Zeitpunkt stand für Knauer fest, dass der DoP für »Jane’s Journey« Richard Ladkani heißen müsse. Er sprach ihn darauf an und meinte, dass er sich bei ihm melden würde, wenn es denn soweit sei. Kaum drei Jahre später klingelte bei Ladkani das Telefon. Knauer. Doch der erklärte ihm auch, dass er für das Projekt mit mindestens 100 Reisetagen quer durch die Welt rechnen müsse. Ladkani lehnte sofort ab, weil er gerade zum ersten Mal Vater geworden war. Keine Chance. Never. Aber wenigstens zum Gespräch bei einem Kaffee ließ er sich überreden.

Lorenz Knauer erzählte ihm, dass es um Jane Goodall ginge. Nein, nicht Dian Fossey, berühmt geworden durch den Film »Gorillas im Nebel«, die 1985 ermordet wurde. Es ging um jene Frau aus England, die sich als Sekretärin und Kellnerin das Geld für ihre erste Reise nach Kenia zusammengespart hatte – damals unerhörte 21 Jahre jung – im dortigen Nationalmuseum angestellt wurde und 1960, sechs Jahre vor Fossey, aber ebenfalls mit Unterstützung des Paläontologen Luis Leakey, Langzeitstudien über Menschenaffen begann. 1965 promovierte sie an der Universität Cambridge. Aufgrund ihrer spektakulären Beobachtungen an Schimpansen im Dschungel von Gombe, im Grenzgebiet von Tansania und Kongo, warf sie u.a. das Postulat über den Haufen, dass der Mensch das einzige Lebewesen auf der Welt sei, das aufgrund seiner Intelligenz Werkzeuge herzustellen vermag. Dank zahlreicher Artikel in National Geographic und wissenschaftlichen Zeitschriften wurde sie weltberühmt. Der Film erzählt von Dame Valerie Jane Goodall, die später als Umweltaktivistin eine Reihe höchst bemerkenswerter Projekte ins Leben rief, mit dem Ziel, zur Rettung unseres Planeten beitzutragen, und heute als Friedensbotschafterin der UNO um die Welt reist.
Ladkani kam nach Hause und hatte ein Problem.


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