Technologie und Medienrealisation in Film und Video
MEDIENFORUM NRW | INT. FILMKONGRESS KÖLN    Ausgabe 10/10

Doku-Zukunft S3D

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Das 22. medienforum.nrw fand unter dem Motto »Was uns lieb und teuer ist« statt. Der Veranstalter, die Landesanstalt für Medien NRW, verzeichnete mehr als 3500 Besucher im dreitägigen Kongress-Teil – ein Plus im zweiten Jahr in Folge – bei etwa 50 Einzelveranstaltungen. Frank Lustig, Simone Trenkner und Wilfried Urbe berichten.

Doku-Zukunft S3D

Doku-Zukunft S3D


Zu den technologischen Neuerungen, die besprochen wurden, zählen Hybrid broadcast broadband TV (HbbTV) und S3D in verschiedenen Medien. Während 2009 rund 550 000 hybride Endgeräte verkauft wurden, so die Gesellschaft für Konsumforschung, sollen es in diesem Jahr schon rund zwei Mio. Exemplare sein. Der branchenübergreifende Zusammenschluss Deutsche TV-Plattform legt einheitliche Standards fest, darunter auch HbbTV. Diese Technik ermöglicht neben dem konventionellen Fernsehen auch den Abruf von Filmen und Informationen aus dem Internet per Fernbedienung und soll schon bald den 30 Jahre alten Teletext ablösen.

Matthias Greve, Gründer von web.de, der mit seinem Unternehmen VideoWeb einen der ersten hybriden Satelliten-Receiver mit HbbTV-Funktion anbietet, sieht einen immensen Vorteil des neuen Dienstes in dessen kostengünstiger Einführung, da dieser HTML-basierte Anwendungen abbilden könne: »Das macht es für die TV-Sender einfach, da sie auf Informationen zurückgreifen können, die sie schon für ihre Webseiten erstellen«. Unisono erwartet SevenOne-Intermedia-Manager Lars Friedrichs von HbbTV neue wirtschaftliche Optionen. Das Hybrid-TV S3D biete die Chance zur Entwicklung neuartiger Werbespots, mit denen man direkt auf Bestellmöglichkeiten für die beworbenen Produkte zugreifen könne. Seine Firma zeigte auf der Cebit 2010 eine erste Demoanwendung zum Format »Die Model WG«. So wird per Knopfdruck etwa ein Blick in die Kleiderschränke der Models gestattet, und durch eine Kooperation mit dem Otto-Versandhaus kann dann gleich geordert werden. »Es wird ganz viele neue Geschäftsmodelle geben,« sagte Friedrichs voraus. S3D-Fernsehen steckt noch in der Kinderschuhen. Dennoch: »Das ist auf jeden Fall ein Thema, das sich in den nächsten Jahren im Markt etablieren wird«, sagte Martina Rutenbeck, Geschäftsführerin von Eutelsat visAvision.

Beim Int. Filmkongress Köln berichtete Wim Wenders von seinen Erfahrungen mit S3D anlässlich der Produktion seiner Hommage an Pina Bausch: »Für den Dokumentarfilm gibt es nichts Fantastischeres als S3D.«


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