Technologie und Medienrealisation in Film und Video
TRIXTER | 3D-POSTPRODUCTION    Ausgabe 10/10

Von 2D auf S3D

- Anzeige -

S3D-Bilder können nicht nur mit einem Rig mit zwei Kameras produziert werden – zur Zeit wird auch einiges an Arbeit und Forschergeist investiert, um sie aus 2D-Bildern zu generieren. Das international erfolgreiche Münchner VFX- und Character-Animations-Haus Trixter hat hier bereits Erfahrungen sammeln können. Mit Michael Coldewey, zusammen mit Simone Kraus Gründer und CEO von Trixter, sprach Ruodlieb Neubauer über die neuen Möglichkeiten für die Filmbranche.

Von 2D auf S3D

Von 2D auf S3D


Vor drei Jahren verschreckte Jeffrey Katzenberg die Kinobetreiber mit der Ankündigung, dass Dreamworks nur noch S3D-Filme produzieren wolle. Kino werde nur noch S3D sein, die Ära von 2D werde zu Ende gehen. Damals trat er eine Lawine von Diskussionen los. »Da war für mich klar, wenn ein so großes Studio dies derart hinausposaunt, mit Katzenberg, der nichts Unüberlegtes tut, mit Steven Spielberg, John Lasseter und Steve Jobs, also Leuten, die unsere Medienlandschaft bestimmen, dass man dem schon einiges an Gewicht beimessen kann. Ich bin damals zurück ins Studio gegangen und habe meinen Leuten gesagt, wir müssen recherchieren, herausfinden, wie das wirklich geht. Was bedeutet es, wenn wir S3D machen,« erzählt Michael Coldewey, der bei Trixter auch als Geschäftsführer fungiert. Vor gut eineinhalb Jahren hatte Trixter dann die Pipeline zur Bearbeitung von S3D-Filmen stehen und bekam nach einigen Tests im Februar den Auftrag zur Konvertierung des Films »Hybrid« (Regie: Eric Valette, Produktion: Stallion Media). Die Bearbeitung der 1800 Einstellungen des 90-Minüters dauerte dreieinhalb Monate.

Zwei Wege

Bei der Konvertierung muss das Bild in mehrere Layer zerschnitten werden, um die Teile für das linke und rechte Auge perspektivisch umgerechnet für S3D wieder zusammen zu fügen. Manchmal müssen einzelne Bildelemente als 3D-Körper nachgebaut werden, um ihnen im konvertierten Bild eine überzeugende plastische Wirkung zu verleihen. Dabei kann sich herausstellen, dass der Aufwand größer als geplant ist – etwa wenn man Bild für Bild im Pixelbereich Masken bauen oder malen muss. »Dies auf Knopfdruck zu automatisieren, gehört in den Bereich der frommen Wünsche. Es gibt Motive, die sich leicht umwandeln lassen, andere sind extrem aufwendig. Hier haben wir bereits einiges an Erfahrung sammeln können.« Bei der Konvertierung muss man zwischen zwei grundlegend verschiedenen Ausgangspositionen unterscheiden.


<< zurück
- Anzeige -

Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Mit der Anmeldung nehme ich folgende Informationen zur Kenntnis:

Ihre Angaben werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz verarbeitet, genutzt und insbesondere nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben. Wir erheben, verarbeiten und nutzen die von Ihnen angegebenen personenbezogenen Daten nur zum Zwecke der Zusendung unseres Newsletters. Sie können der Verarbeitung und Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse im Newsletter jederzeit widersprechen und sich abmelden. Hierzu klicken Sie bitte in der E-Mail auf den entsprechend gekennzeichneten Link, Ihre Daten werden dann gelöscht.

Es gilt die Datenschutzerklärung (https://www.eubucoverlag.de/datenschutz/) der EuBuCo Verlag GmbH, die auch weitere Informationen über Möglichkeiten zur Berichtigung, Löschung und Sperrung Ihrer Daten beinhaltet.

Folgen Sie uns auf