Technologie und Medienrealisation in Film und Video





AMBIENT DIGITALES KOPIERWERK | Produktionsdienstleistung    Ausgabe 11-12/11

Sicher vom Set zum Schnitt

- Anzeige -

Die Münchner Ambient Recording GmbH hat zum 01.07.11 ein neues digitales Kopierwerk in Berlin eröffnet. Günter Knon, Geschäftsführer von Ambient Recording, hat Ruodlieb Neubauer die Beweg- und Hintergründe zu diesem Schritt erklärt.

Unter dem Begriff »Digitales Kopierwerk« kann man in der heutigen Zeit eine ganze Reihe von Tätigkeiten beim Dreh und in der Postproduction zusammenfassen. Genauer betrachtet so viele, dass Günter Knon überzeugt ist, dass man heutzutage ein klassisches Kopierwerk nicht mehr braucht, wenn man einen Film mit einer Digitalkamera dreht. Auch die Produktion von Dailies benötigt heute immer weniger Aufwand. Kunden können sich heute Muster über das iPhone, besser wohl per iPad, brauchbar ansehen.

Das Digitale Kopierwerk von Ambient Recording, das von Detlev Fichtner geleitet wird, soll mit seiner Dienstleistung direkt am Set beginnen – die Daten werden gesichert und überprüft, in den Avid Media Composer 5.5 transferiert, der Ton wird angelegt, und dann Muster zur Verfügung gestellt. Bei Produktionen mit der ARRI Alexa oder den beiden REDs stehen auch Debayering und ein erstes Colorgrading auf dem
Programm. In den Berliner Räumlichkeiten in der Schillerstraße 94 steht für Letzteres ein DaVinci zur Verfügung.

Ambient Clockit Network

Die Idee des digitalen Kopierwerks als Dienstleistungstochter reifte parallel zum Ambient Clockit Network, das Ambient gerade auf der IBC vorgestellt hat. Dieses beruht eigentlich auf der Erkenntnis, dass auf gar nicht so wenigen Sets Chaos herrscht. Neben dem DIT ­arbeitet da ein Data Wrangler, es stehen viele Geräte herum, und es gibt viele verschiedene Workflows. »Größere Produktionen mögen vielleicht mit einem System von Codex arbeiten, aber viele kleine bzw. mittlere wissen oft nicht genau, um was es bei der Produktion mit heutigen Digitalkameras eigentlich wirklich geht. Sie leihen sich einen Monitor aus, ein MacBook Pro, in das sie dann die Speicherkarten schieben können. Dabei ist es bei digitalen Workflows extrem wichtig, zu kontrollieren, ob und wie die Daten vorhanden sind. Wenn z.B. der Kamera-Assi im Eifer des Gefechts die Karte aus der Kamera gezogen hat, ohne diese abzumelden, kann das Directory in Mit­leidenschaft gezogen sein. Dann ist nicht sicher, ob ­alle Bilddaten auch tatsächlich auf dem Speicher-RAID landen.

»Auch wenn der Timecode versagt, gibt es im Schneideraum ein Problem«, weiß der langjährige Tonmeister Günter Knon: »Immer wieder kommen bei uns Anrufe herein, dass der Timecode verschoben sei. Was damit gemeint ist, kann aber stark variieren. Meine Erfahrung ist, dass es sich fast immer nur um eine Verschiebung nach vorne oder hinten handelt, nicht um eine Schwankung. Das Problem ist, dass die Wenigsten die Möglichkeit haben, Fehler am Set zu prüfen. Die fallen erst im Schneideraum auf.«

Das Ambient Clockit Network baut auf den Lockits auf, ohne die in Deutschland de facto keine filebasierte Filmproduktion arbeitet. Die neue Version ACL 204 des Lockit verfügt über ein Funkmodul, das den anliegenden Timecode zur Masterclock schickt. Diese vergleicht den eigenen Timecode mit dem hereinkommenden auf den hundertstel Frame genau.

Gleichzeitig werden von der Kamera oder vom Ton kommende Metadaten wie Start oder Stop aufgezeichnet.


<< zurück
- Anzeige -

Ausgabe
August / September 2019

Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Mit der Anmeldung nehme ich folgende Informationen zur Kenntnis:

Ihre Angaben werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz verarbeitet, genutzt und insbesondere nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben. Wir erheben, verarbeiten und nutzen die von Ihnen angegebenen personenbezogenen Daten nur zum Zwecke der Zusendung unseres Newsletters. Sie können der Verarbeitung und Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse im Newsletter jederzeit widersprechen und sich abmelden. Hierzu klicken Sie bitte in der E-Mail auf den entsprechend gekennzeichneten Link, Ihre Daten werden dann gelöscht.

Es gilt die Datenschutzerklärung (https://www.eubucoverlag.de/datenschutz/) der EuBuCo Verlag GmbH, die auch weitere Informationen über Möglichkeiten zur Berichtigung, Löschung und Sperrung Ihrer Daten beinhaltet.

Folgen Sie uns auf   



In der PP August-September Ausgabe gibt’s
das erste von drei Schneider-Kreuznach Advertorials.

Wer aufmerksam liest, kann die Fragen im Februar Gewinnspiel beantworten. Viel Glück!