Technologie und Medienrealisation in Film und Video





KROMBACHER – NEXT GENERATION | Produktionsbericht    Ausgabe 11-12/11

Ultra-Breitwand-Dreh

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Für ein spektakuläres Breitwand-Projekt der Besucher-Tour bei Krombacher produzierte Goebel und Mattes 18-Meter-Bilder im Format 5:1. Ruodlieb Neubauer sprach mit Regisseur und DoP Oliver M. Kraus über seine Erfahrungen bei einem der ersten Einsätze der RED Epic in Deutschland.

 

Die Krombacher Brauerei ist eine der führenden Premiumbrauereien in Deutschland. In einem Biertrinker-Land bedeutet das schon einiges. Eine weitere Besonderheit stellen die Besitzverhältnisse dar: Die im nordhein-westfälischen Kreuztal, genauer gesagt in dessen Stadtteil Krombach beheimatete Brauerei befindet sich seit Generationen im Familienbesitz. In die Heimat ihres Krombacher pilgern täglich etwa 600 Interessierte. Bei Krombacher entwickelte der Bereich CRM (Customer Relationship Management) unter der Leitung von Peter Latz das Projekt »Ausbau Markenerlebnis«. Die vorhandene Markenerlebniswelt wird komplett umgebaut, ein Film soll gezeigt werden, der möglichst außergewöhnlich sein soll. Natürlich.

»Doch was ist heute außergewöhnlich?«, fragt ‧Regisseur und DoP Oliver Maximilian Kraus. »Zu ‧Beginn der Planung ließ David Cameron gerade seinen ›Avatar‹ auf die Menschheit los, und viele Vorschläge gingen in Richtung S3D«. Dies hätte angesichts einer klar definierten Abspielsituation sogar noch zielgerichteter produziert werden können als sonst möglich. »Wir haben aber überlegt, dass die Zielgruppe eher dem ›erfahreneren‹ Teil der Bevölkerung angehört und ein S3D-Spektakel hier wohl weniger funktionieren würde. So haben wir auf eine Panorama-Technik ‧gesetzt, mit der in Deutschland bis dahin noch nicht gedreht werden konnte.« Es sollten Weite, Natur und Größe dargestellt werden, um auch bei den Bildern der Herstellungsprozesse das Bewusstsein zu vermitteln, dass es sich bei Krombacher um ein großes Unternehmen, eben eine der größten Privatbrauereien Deutschlands handelt.

Oli Kraus kommt vom klassischen Film und hat sich, wie er sagt, ziemlich lange um das Thema Video gedrückt. Als die ersten HD-Kameras herauskamen, wusste er allerdings, wohin der Weg gehen würde. »Ein paar Jahre später durfte ich schon mit der Kamera Nummer 4 von RED drehen, als noch keiner wusste, wie man die Daten wandeln sollte, damit man sie auch am Avid sehen konnte. Als es hieß, es käme die Epic heraus, die auch Bilder mit 5K produziere, habe ich zusammen mit Andre Paulssen und seiner Postproduk‧tionsfirma We Fade To Grey überlegt, ob man damit eine 20 mal 4 Meter große Leinwand bespielen könnte.«

Look

Bei dem Film geht es um Authentizität, wichtig ist ein hoher Wiedererkennungswert. Da die Kunden nach dem Film ebenfalls durch Teile der Brauerei geführt werden, sollte durch den Look keine visuelle Verfremdung stattfinden. Die Anmutung sollte sehr clean sein, was Oli Kraus durch den Anblick von Edelstahl und mit entsprechendem Licht verstärkte. Krombacher hatte sehr viel Wert darauf gelegt, dass der Film echt wirkt, trotz allen werblichen und hochqualitativen Anspruches – zumal das deutsche Reinheitsgebot eine essentielle Grundlage des gesamten Geschäfts darstellt. Deshalb wurde auch der Wald im Film in der Umgebung der Firma gedreht.

»Das Problem war, dass man bei einem komplexen Projekt wie diesem irgendwann zu dem Punkt kommt, an dem man einen Drehtermin festlegen sollte. Dazu benötigt man eigentlich auch die Kamera.


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Ausgabe
August / September 2019

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