Technologie und Medienrealisation in Film und Video
Adobe Premiere Pro CS6 | TESTBERICHT    Ausgabe 08-09/12

Medien im Mittelpunkt

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In CS6 hat Premiere Pro eine überarbeitete Oberfläche und eine Reihe neuer Funktionen bekommen. Sven Brencher hat sich die neue Version näher angesehen.

 

Gleich nach dem ersten Start präsentiert sich Adobe Premiere Pro CS6 mit einer sehr aufgeräumten Oberfläche. Weg sind all die kleinen Knöpfchen und Schalter, der Cutter hat freie Sicht auf sein Videomaterial. Zusätzlich kann sich der Anwender die benötigten Funktionen in der Transportsteuerung selbst konfigurieren und so die Arbeitsoberfläche weiter individualisieren.

Die Clipvorschauen im Projektfenster und im ­Media-Browser sind jetzt frei in der Größe anpassbar. Der Cutter kann nun auch mit der Maus über die Thumbnails fahren und das Material direkt in einer ­Vorschau sichten. Das Finden der richtigen Stelle in ­einem Clip wird so zum Kinderspiel und gleichzeitig können die Clips über die Tastatur mit In- und Out-Marken versehen werden. Die Auswahl der besten Clips und die Erstellung des ersten Rohschnitts gehen damit sehr schnell voran.

Die Benutzeroberfläche kommt dem Anwender aber nicht nur in Bezug auf das Bild entgegen: Das Audiometer kann beliebig vergrößert werden – damit lässt sich die Dynamik der Audiospur wesentlich feiner kontrollieren. Zusätzlich ist das separate Timecode-Fenster hilfreich, wenn der Redakteur beim Schnitt über die Schulter schaut. Und auch die Oberfläche der Dreiwege-Farbkorrektur wirkt aufgeräumter, wodurch das ständige Hin- und Herscrollen zwischen den verschiedenen Parametern, insbesondere bei einer sekundären Farbkorrektur, entfällt. Von der Oberfläche her wirkt Premiere Pro CS6 zwar noch vertraut, ist den Vorgängerversionen aber in jedem Fall weit voraus.

Wie es mit Mercury und den vielen Videoformaten weitergeht: die Mercury Engine hat schon in Premiere Pro CS5 für Aufsehen gesorgt und ein absolut flüssiges Schneiden ermöglicht. Dabei spielte es keine Rolle, welche Art Material verwendet und ob verschiedene Formate in einer Sequenz gemischt werden. Adobe geht nun einen Schritt weiter und unterstützt auf der Mac-Plattform zusätzlich OpenCL – zumindest für einige Grafikkarten. Gerade für Anwender mit einem aktuellen iMac oder MacBook Pro ist das sehr praktisch, denn so können diese unterwegs an einem Laptop ­genauso flüssig arbeiten, wie an einer Workstation mit einer zusätzlichen NVIDIA-Cuda-Grafikkarte.

Auch die Liste kompatibler Formate wird von Version zu Version ein bisschen länger. Neu im Programm ist die native Unterstützung von ARRIs Alexa – für Film und Kino eine wichtige Ergänzung. Aber auch im Broadcast-Bereich gibt es eine Neuerung: Das Format MXF OP1a unterstützt jetzt Smart-Rendering und den Schnitt mit »Growing Files«. Smart Rendering bedeutet, dass das MXF-Material beim Export nicht erneut komprimiert wird und Growing Files sind Clips, die noch während der Aufzeichnung bzw. Überspielung im Schnittfenster verwendet werden können. Ebenso ­berücksichtigt Premiere Pro CS6 nun auch beliebige Audiokanäle beim Import und Export. Vier, acht oder sogar 16 einzelne Mono-Kanäle sind bei XDCAM für die Ausgabe möglich. P2 schafft hier immerhin bis zu acht Kanäle.


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