Technologie und Medienrealisation in Film und Video





IBC 2012 Amsterdam | Messebericht    Ausgabe 11-12/12

Unendliche Dynamik

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Nicht nur auf der NAB, auch auf der IBC kündigen sich Revolutionen an. Die IBC 2012 hat wieder einmal Rekorde gebrochen: 50 937 Besucher und Aussteller zählte man. Genau genommen waren es 475 oder 0,93% mehr als 2011. Ruodlieb Neubauer hat jedenfalls eine Messe besucht, mit der viele Aussteller zufrieden waren.

 

Grass Valley hat mit der LDX Première, der LDX Elite und der LDX WorldCam eine Familie von Kameras vorgestellt, die auf neuen Xensium-FT-2/3"- CMOS-Sensoren basieren. Nach über 40 Jahren – damals gehörte man noch zu Philips – hat man den ­Namen der Kameras nun von LDK auf LDX geändert. Dies soll auch Zeichen sein, dass hier wirklich eine neue Ära von Kameras anbricht. Und so ganz unrecht hat man damit wohl tatsächlich nicht. Das »X« des LDX steht für »extended«, und bezieht sich auf die Lichtempfindlichkeit des 2/3"-Sensors. Bei der neuen Technologie werden die Vorteile der CMOS- und der CCD-Sensoren miteinander verbunden. Nach sechs Jahren Weiterentwicklung des Xensium-Sensors arbeitet die neue Genera­tion Xensium-FT-CMOS nach dem Frame-Transfer-Prinzip. In jedem Pixel ist ein Bildspeicher eingebaut, der es erlaubt, die Belichtungsdauer von der Auslesezeit zu trennen. Die Pixel können dadurch zu jedem Zeitpunkt, so lange wie man will, belichtet werden. Ein Effekt ist, dass man damit einen Global Shutter erreicht – man kann das gesamte Bild wie bei einem IT-Sensor mit gleicher Startzeit und Belichtungsdauer aufnehmen. Die Ausleseschaltung liest dann nacheinander die Pixel aus, allerdings unabhängig von der Belichtungsphase. Einen Rolling-Shutter-Effekt wie bei normalen CMOS-Sensoren gibt es dadurch nicht. Zum Einsatz kommt aber auch noch das DDS-Prinzip, das für »Dynamic Double Sampling« steht: Vor Beginn der Belichtung wird jeweils der Schwarzwert, also der Dunkelstrom des Pixels, ausgelesen und gespeichert. Nach dem Ende der Belichtung wird das Signal ausgelesen, wobei nur das Endsignal minus dem Dunkelsignal verwendet wird. Dadurch kann man das bei CMOS-Sensoren kritische Fixed Pattern Noise um den Faktor vier verbessern. Das gab es allerdings auch schon bei den Xensium-Sensoren.

In der LDX wird es auch eine High-Dynamic-Range-Option geben. Zur Zeit haben die Kameras eine Übersteuerungsreserve von ­etwa zweieinhalb Blenden, für Bilder mit extremen Schatten und Sonnenlicht wären ein paar Blenden mehr durchaus willkommen.


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