Technologie und Medienrealisation in Film und Video
VERBOTENE FILME | PRODUKTIONSBERICHT    Ausgabe 05/14

Raus aus dem Giftschrank?

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Sie stehen bis heute »unter Vorbehalt«: Rund 40 Filme aus dem »Dritten Reich« dürfen im Kino nur unter strengen Auflagen laufen. Ist das noch gerechtfertigt? Felix Moellers »Verbotene Filme« untersucht das schwierige Nazi-Erbe. Sonja M. Schultz traf ihn zum Interview.

Sie sind rassistisch, antisemitisch, kriegsverherr­lichend, sie hetzen gegen Polen, England oder die Sowjetunion, propagieren Euthanasie und besingen den Heldentod unter der flatternden Hakenkreuzfahne. Filme wie »Jud Süß«, »Hitlerjunge Quex«, »Ich klage an«, »Ohm Krüger« oder »Stukas« waren effektvolle Nazi-Propaganda und sind – ob wir wollen oder nicht – Teil des deutschen Filmerbes. Während andere, als harmloser eingestufte »Klassiker« wie »Wunschkonzert« heute auf DVD zu haben sind, gilt für die Vorbehaltsfilme: Sie dürfen im Kino nur mit Zustimmung der Murnau-Stiftung und mit kompetenter Einführung ­sowie Diskussion gezeigt werden.

Sie darüber hinaus zugänglich zu machen, scheint bis auf weiteres ausgeschlossen. Wer sich mit den NS-Werken beschäftigen möchte, muss entweder den Weg ins Archiv antreten, sich auf YouTube durch von Neonazis hochgeladene, ruckelige Videos klicken oder auf Raubkopien zurückgreifen. Der Historiker und Regisseur Felix Moeller regt mit seinem Dokumentarfilm eine Diskussion über ­unseren Umgang mit dem belasteten Zelluloid an. Er sprach mit Historikern, Filmemachern und rechten Aussteigern, besuchte Vorführungen der Nazi-Filme in Deutschland, Israel und Frankreich und stellt sie mit zahlreichen Ausschnitten vor. »Verbotene Filme« wird zunächst regulär in den Kinos starten und in einer zweiten Runde von einigen der Propagandawerke ­begleitet werden. So kann sich das Publikum selbst ein Bild machen.


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