Technologie und Medienrealisation in Film und Video
ARRI AMIRA | ANWENDERBERICHT    Ausgabe 05/14

ARRIs Prinzessin

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Tobias Körtge von der Bewegtbildagentur Eyes On Media aus München drehte drei Tage lang mit einem Prototypen der ARRI Amira einen Auto-Werbespot für die BMW M GmbH. Ruodlieb Neubauer sprach mit ihm über seine Erfahrungen mit der neuen Kamera.

Schon vor einiger Zeit hatte Tobias Körtge mit ARRI über einen Test-Dreh mit der neuen Amira gesprochen, Ende Februar war es dann soweit. Da er nicht nur ­Test-Tafeln fotografieren wollte, holte er sich Produzent Philipp Schumacher mit ins Boot, mit dem er bereits viele Produktionen gestemmt hatte, sowie einen weiteren Kreativen – Fero Andersen. Ihn kennt man von Moderationen für Sendungen wie »Schau dich schlau« oder »BMW TV«. Zu dritt entwickelte man ein Konzept, das auch ARRI zusagte. »Ich wollte unbedingt einen Dreh mit Autos machen, weil das ein ganz guter Härtetest für eine Kamera ist und zeigt, was sie kann. Wir konnten unsere enge Verbundenheit zum Kunden BMW nutzen, um aus einem Testlauf eine relevante Spot-Produktion zu machen. Das 30. Jubiläum des BMW M5 war ein sehr guter Anlass und wurde auch zum Thema der Produktion«, erzählt Kameramann ­Tobias Körtge.

Amira-Bausteine

Die Amira wird es praktisch als Baukastensystem mit drei Grundkonfigurationen, verschiedenen Objektiv- und Akku-Mounts sowie Basisplatten geben. Tobias Körtge hatte einen Prototypen der größten Version zur Verfügung, bei dem allerdings der 2K-Betrieb noch nicht freigeschaltet war. Aufgezeichnet wurde in Full HD in ProRes 4444 Log C intern auf die CFast-2.0-Karten von SanDisk. Die kleinste Version der Amira wäre auf 100 Bilder/s in Rec 709 ProRes 422 beschränkt, die zweitgrößte bietet 200 Bilder/s ProRes 422 (HQ), Log C, Grading in der Kamera und PreRecord, und die drittgrößte kann noch zusätzlich ProRes 4444, 2K mit bis zu 200 Bildern/s und ermöglicht die Farbkontrolle am Set und in der Postpro mit 3D-LUTs. Die verwendeten CFast-2.0-Karten mit 120 GB fassen mit 25 Bildern/s in ProRes 4444 etwa 47 Minuten Material, bei 200 ­Bildern passen nur noch 7 Min. darauf. Zur Zeit gibt es auch Karten mit 64 GB, 256 GB sollen kommen.

Die Funktionen der Amira können nicht nur nachträglich erweitert werden, sondern es ist auch möglich, sie für bestimmte Zeiträume, je nach Auftrag, hinzuzubuchen. Die Amira beginnt laut Ankündigung mit 26.000 Euro, für die zur Verfügung gestellte muss man um die 35.000 Euro einplanen.

Tobias Körtge wollte ohne große Umbauzeiten und möglichst flexibel produzieren – wofür die Amira ja auch gedacht ist – weshalb er sich für ein PL 19-90 Cabrio (ZK4.7x19) von Fujifilm entschied. Dieses hatte die Produktion wie die gesamte andere Technik über die Licht &Ton KLT GmbH um GF Mario Baruncic bekommen, die übrigens auch bald eine Amira im Verleih haben wird. Auch Tobias Körtge hat direkt nach dem Test eine Amira bestellt.

»So mussten wir kein einziges Mal ein Objektiv wechseln, was den Dreh enorm beschleunigte.« Der angestrebte Look orientierte sich von klassischen ­Außenmotiven bis zu eher sehr kantig geleuchteten ­Innenmotiven mit zusätzlichen Stilmitteln wie Beamerbespielung und Mappings am Fahrzeug und Hintergrund. Der Außendreh fand rund um den Starnberger See statt. »Dort sind wir eher in Richtung eines glossy-werblichen Looks gegangen, der eher warm gehalten ist, um den sonnigen Tag zu unterstützen. Dem wollte ich dann in einer Halle auf dem Gelände der Kultfabrik einen Gegenpart geben. Wir haben dort ebenfalls mit Tageslicht geleuchtet und warme Akzente gesetzt, sind aber sonst relativ dunkel geblieben.«


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