Technologie und Medienrealisation in Film und Video
Blackmagic CAMERA 4K 2,5K, HD | TESTBERICHT    Ausgabe 06-07/14

Blackmagic-Lichtspiele

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Nach der Blackmagic Pocket Cinema Camera (HD) und der Cinema Camera (2.5K) ist seit Kurzem die Production Camera (4K) erhältlich – welche der drei ist die richtige für mich und mein Projekt? Kameramann Frank Glencairn hat zusammen mit Lukas Schuler die drei im Studio von Ab-Gedreht verglichen, kurz nachdem dort die Production Camera von Teltec ankam – eine der ersten in Deutschland.

 

Seit ich im August 2012 die erste Blackmagic Cinema Camera zum Testen bekommen habe, war ich fasziniert von der Bildqualität, die Blackmagic für einen ­völlig unerhörten Preis – vor allem im Raw-Modus – abliefert. Seit dem ersten Tag drehe ich fast ausschließlich Raw, und wenn man erst einmal damit ­angefangen hat, ist es verdammt schwer, danach wieder mit komprimiertem Material zu Arbeiten: es fühlt sich dünnhäutig und zerbrechlich an.

Der Grund, warum Blackmagic überhaupt angefangen hat, eigene Kameras zu bauen, war DaVinci. So großartig auch ein kostenloses DaVinci Resolve (Lite) für die User war, so wenig konnten die meisten damit anfangen, weil die üblichen Codecs relativ schnell auseinanderfallen und viele Informationen, wie ISO oder Whitebalance, fest in das Bild »eingebrannt« sind und sich damit weitgehend der verlustlosen Anpassung entziehen.

Um dem User die volle Kontrolle über sein Material zurück zu geben, war es notwendig, Raw aufzuzeichnen und in der Software zu debayern. Es ist also nicht so, dass die Blackmagic eine aufwendige Postproduction »braucht«, sondern die (sehr eingeschränkten) Einstellungen, die man sonst im Kameramenü macht, wurden in die Post verlagert, allerdings mit einem enorm erweiterten Spielraum und mit einem Zugriff auf Parameter, der bei anderen Kameras undenkbar ist.

Abgesehen von der neuen URSA und der Studio Camera, die zur diesjährigen NAB vorgestellt wurden, umfasst das bisherige Lineup von Blackmagic die ­Pocket Cinema Camera (HD), die Cinema Camera (2.5K), sowie die Production Camera (4K). Die Frage bleibt, welche Kamera ist die richtige für mich und mein ­Projekt? Alle drei Kameras spielen ihre Stärken in ­einem anderen Bereich aus – die berühmte eierlegende Wollmilchsau gibt es auch hier nicht.

Bilddateien und zusätzliche Belichtungsreihen mit unterschiedlicher ISO stehen mit Erscheinen der Ausgabe unter http://frankglencairn.wordpress.com/ zur Verfügung.


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