Technologie und Medienrealisation in Film und Video
Yellowstone ARRI Amira | AnwenderBERICHT    Ausgabe 08-09/14

Bisons und Bären

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Die Gulofilm-Gründer Ivo Nörenberg und Oliver Goetzel hatten mit ihren deutschen Tierfilmen auf dem Wildscreen Filmfestival in Bristol und dem Jackson Hole Wildlife Film Festival tolle Preise gewonnen, worauf National Geographic den NDR ansprach, ob man nicht einmal, direkt, ohne Zwischenpartner, eine Serie über nordamerikanische Nationalparks produzieren wolle. Ruodlieb Neubauer sprach mit Ivo Nörenberg über seine dabei gemachten Erfahrungen mit der neuen ARRI Amira.

 

Aus dem »Man könnte ja mal...« wurde schließlich eine bisher achtteilige Produktion des NDR in Koproduktion mit National Geographic TV, zusammen mit einigen anderen. Jeweils ein Film ist einem Nationalpark gewidmet: u.a. Grand Canyon, Yosemite, Everglades, Smoky Mountains, und natürlich dem Yellowstone.

Den größten Teil des Yellowstones drehte Ivo ­Nörenberg mit einer Alexa, auf der letzten Reise dann mit der Amira: »Für mich war die ganze Zeit über das größte Manko aller 35mm-Einchip-Kameras, dass dort kein ND-Filterrad eingebaut war – außer der F65, aber das kann nur kompliziert im Menu gewechselt werden.« Die anderen Teile wurden von anderen Teams mit verschiedenen Kameras gedreht, u.a. mit der ­Alexa, Epic und Sony 9000.

Er hatte bereits vor dem öffentlichen Verkaufsstart eine Beta-Version zum Testen bekommen, die sich ­allerdings praktisch schon auf dem Stand des Serienmodelles befand. »Da haben wir natürlich sofort zu­geschlagen, als es hieß, wir könnten die allererste ­Serien-Amira bekommen, wenn auch noch nicht mit der ganz finalen Software. Dadurch konnte ich sie während des dreiwöchigen Drehs im Yellowstone-­Nationalpark bereits einsetzen. Mir macht das Drehen damit noch viel mehr Spaß als mit der Alexa.«

Der Grund liegt auf der Hand, bzw. auf der Schulter – auch wenn Ivo Nörenberg meist vom Stativ dreht: »Zum einen ist sie kleiner und leichter, und kann mit 200 statt 120 Bildern/s drehen. Ganz wichtig war für mich, dass wir sie nicht mehr neu booten mussten, um auf 200 Bilder zu kommen.« Mit der Alexa war immer dann ein Neustart angesagt, wenn Nörenberg von 60 Bildern/s auf den Modus mit 120 Bildern/s umschalten wollte. Dass die Amira doppelt so schnell wie die Alexa startet, spielt hier nicht einmal eine Rolle – da sie für die Geschwindigkeitsumschaltung nicht booten muss, dauert das Umschalten keine Sekunde, während man bei der Alexa etwa 40 Sekunden einrechnen musste. »Das war sehr lästig, und meistens haben wir deshalb die 120 fps gar nicht benutzt. Es war auch mein großer Wunsch gewesen, mit einem Kippschalter zwischen mehreren Geschwindigkeiten wählen zu können. Bei diesem Dreh habe ich das dann weitaus häufiger eingesetzt als früher. Ich würde mir allerdings vier anstatt jetzt drei Memory-Plätze wünschen.«

Gulo Film besitzt die Amira Premium, die mit 2K in ProRes 4444 aufnehmen und LUTs importieren kann. »Wir haben in ProRes 4444 HD gedreht, mit Log C, allerdings ohne 3D-LUTs. Seit dem Avid Media Composer 7 kann man dann das ProRes-File einfach nur mehr per AMA-Link verknüpfen und bekommt es automatisch mit einem REC709-Filter dargestellt. Die Echtzeit-Farbkorrektur kostet zwar etwas mehr Rechenleistung, verbessert aber den Arbeitsablauf wirklich sehr.«

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