Technologie und Medienrealisation in Film und Video
Cannes 2014 | FestivalBERICHT    Ausgabe 08-09/14

Das Ende einer Ära

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Die diesjährigen Festspiele bestätigten Cannes als wichtigstes internationales Filmfestival. Während der Filmfestspiele unterzeichnete die französische Kultusministerin Aurélie Fillipetti zwei internationale Abmachungen, um den französischen Film auf internationalem Niveau zu unterstützen. Prof. Arnold Vahrenwald berichtet wieder von der Croisette.

© A. Vahrenwald

Gilles Jacob verlässt nach 22 Jahren die Brücke in Cannes © A. Vahrenwald

 

Zum einen wird die Regierung mit Hilfe des CNC ­(Centre National du Cinéma) und Unifrance (das vielleicht German Films in Deutschland entspricht) fran­zösische Kinosäle rund um die Welt digitalisieren, um – nicht-kommerzielle, sondern kulturelle – Inhalte des französischen Films flexibler an die Zuschauer zu bringen. Zum anderen erhielt Unifrance die Aufgabe, mittels der digitalisierten Kinosäle ausländischen Filmschaffende und -produzenten für den französischen Film zu interessieren, etwa durch kulturelle, nicht-kommerzielle Werbung, durch Informationen über französische Wettbewerbe und kulturelle Ereignisse, den Film betreffend.

Für Frankreich selbst verzeichnete die Bilanz des CNC für das Jahr 2013, die während der Filmfestspiele vorgestellt wurde, insgesamt 5.433 digitalisierte Kinosäle, was einer Dichte von 97,2 % entspricht. 38 Filme wurden in demselben Zeitraum in 3D gezeigt. Das CNC und das Institut Français konnten sich weiter beglückwünschen: elf geförderte Spielfilme nahmen an den Wettbewerben des Filmfestivals teil, davon zwei im offiziellen Wettbewerb, vier in der Serie »Un Certain Regard«, einer im Sonderwettbewerb und zwei in der Serie »Quinzaine des réalisateurs«, einer im Wett­bewerb »Semaine de la critique« und einer in der Ausschreibung der ACID (Association du cinéma indépendant pour sa diffusion). Im Jahr 2013 förderte die französische Regierung den Film im Ausland mit 6 Mio. Euro, verteilt auf etwa 50 Projekte, und zwar unabhängig von der Filmförderung im nationalen oder euro­päischen Rahmen. Und die französischen Fernseh­sender erwarben Filme eingeschlossen Pre-Sales für 930 Mio. Euro im vergangenen Jahr. Von einem Konflikt zwischen französischer Film- und Fernsehindustrie war in Cannes diesmal keine Rede.


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