Technologie und Medienrealisation in Film und Video





Neue Produkte    Ausgabe 11/07

Mac OS X Leopard

Nach einiger Verzögerung durch eine strategische Umgruppierung der Entwicklungskapazitäten in Richtung iPhone hat Apple nun die Version 10.5 von OS X, den Leoparden von der Leine gelassen. Mehr als 300 neue Funktionen sollen es sein, die die sechste große Version bzw. das sechste Exemplar aus Apples Raubtierzoo mitbringt.

Mac OS X Leopard

Mac OS X Leopard


Die wichtigsten sind der neue Schreibtisch mit »Stacks«, um über das Dock auf einfach in auffächerbaren Stapeln gelagerte Dateien zuzugreifen; der neu entwickelte Finder, der den Austausch von Dateien zwischen mehreren Macs erleichtert; Quick Look, das für Dateien eine schnelle Vorschau bietet, ohne diese mit einem Programm öffnen zu müssen; Spaces, ein recht intuitiv funktionierendes Feature, um Programme in Gruppen auf mehreren Desktop-Oberflächen zusammenzufassen und schnell zwischen ihnen zu wechseln. Mac OS X 10.5 kann 64-Bit-Programme wie 32-Bit-Programme ausführen. Allerdings können 64-Bit-Programme keine 32-Bit-Plug-Ins betreiben.
Die wohl wichtigste und größte Veränderung an der Benutzeroberfläche der Macs ist Time Machine, das den Benutzer an der Hand nimmt und nur dann nicht für eine mühelose automatische Datensicherung auf dem Mac sorgt, wenn dieser es aus ganz bestimmten Gründen nicht will. Denn Untersuchungen vor der Entwicklung von Time Machine haben ergeben, dass zwar etwa die Hälfte der Anwender von der Notwendigkeit eines Backups einigermaßen überzeugt sind, in der Realität allerdings etwa 95% wichtige oder zumindest unwiederbringliche Daten verlieren würden, wenn z.B. genau in diesem Augenblick ihre Festplatte den Geist aufgäbe.
Time Machine ermöglicht es, alle Daten zu sichern, verloren gegangene Dateien zu finden und sogar die gesamte Software auf dem Mac wiederherzustellen - so man eine zusätzliche Festplatte an seinem Mac betreibt. Mit nur einem Mausklick eingerichtet, unterhält Time Machine automatisch eine aktuelle Kopie von allem auf dem Mac. Im Falle, dass eine Datei verloren geht, lässt sich Spotlight dazu verwenden, um gelöschte Dateien, Programme, Fotos und andere digitale Medien aufzuspüren und diese Datei sofort wieder herzustellen. Leopard kann auch mit Hilfe der Installations-DVD ein gesamtes System aus den Time-Machine-Daten von einem externen Laufwerk wieder herstellen. Da Time-Machine allerdings bei Veränderungen komplette Dateien sichert und dabei den Rechner kräftig beschäftigt, kann dies zur Zeit besonders dann zu unangenehmen Verzögerungen führen, wenn man mit Dateigrößen im Gigabyte-Bereich arbeitet. Dies betrifft nicht nur z.B. die Datenbank von Microsofts Outlook-Pendant Entourage, sondern auch die Hard-Disk-Images von Virtualisierungs-Software wie Parallels oder VMware, und in unserer Branche auch besonders diejenigen Anwender, die größere Files wie z.B. Filmdaten zu bearbeiten haben. Eine Lösung ist, diese Bereiche in den Optionen von der Sicherung auszunehmen. Dann wäre aber gerade die Arbeit, von der man lebt, von der neuen Errungenschaft ausgesperrt. Apple hat deshalb einen überdimensional großen Ein-Aus-Knopf für Time Machine gestaltet, den man z.B. vor längeren Arbeitspausen einfach drückt, damit Time Machine loslegen kann. Das neue Betriebssystem liegt zwar intern komplett überarbeitet vor, was sich u.a. in einer besseren Speicherverwaltung und einer besseren Ausnutzung von Resourcen auf Mehrprozessormaschinen auswirkt, allerdings hat man es noch nicht geschafft, wie geplant das File-System ZFS komplett zu integrieren - Lesezugriffe sollen bereits unterstützt werden. Da dieses Daten auch auf Block-Ebene verwaltet, könnte Time Machine auch Veränderungen innerhalb von Dateien archivieren. Zukünftige Versionen dürften also in diese Richtung gehen. Welche Auswirkungen dies z.B. auf per Kompression in einander stark verschachtelte Video-Daten haben wird, muss die Realität zeigen.
Der aktualisierte Finder besitzt eine Cover-Flow-Ansicht und eine neue Seitenleiste, die das Suchen, Durchstöbern und Kopieren von Inhalten auf jedem PC oder Mac im lokalen Netzwerk vereinfacht. Inhalte auf jedem Computer im lokalen Netzwerk lassen sich mit Spotlight durchsuchen, mit Cover Flow durchblättern oder per Drag und Drop kopieren. .Mac-Mitglieder können die neue »Back-to-My-Mac«-Funktion dazu nutzen, um über das Internet auf die Daten ihrer Macs zuzugreifen. Beträchtliche Auswirkungen im weltweiten Computer-Markt hat Boot Camp, das nun als vollständige Version erstmals vorhanden ist, und mit der ein zusätzlich zu kaufendes Windows nativ auf jedem Intel-basierten Mac läuft. Mac OS X 10.5 Leopard kostet 129 Euro inkl. MwSt., Ebenfalls erhältlich ist Mac OS X Server Leopard. Die Mac OS X Server Version 10.5 Leopard kostet 459 Euro inkl. MwSt. www.apple.de



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Ausgabe
August / September 2019

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