Technologie und Medienrealisation in Film und Video
Neue Produkte    Ausgabe 10/10

Canon XF100, XF105

Mit der XF100 und der XF105 hat Canon nun die im Frühjahr vorgestellte XF-Serie um zwei kleinere Kameras im Palmtop-Format mit 1/3'-CMOS-Sensor (eff. 2,07 Megapixel) erweitert, die ebenfalls Full HD in MPEG-2 mit bis zu 50 Mbit/s 4:2:2 als MXF-Files (OP1a) auf Compact-Flash-Karten aufzeichnen – zusammen mit Metadaten.

Canon XF100, XF105

Canon XF100, XF105


Wie bei der 300er ist auch hier die 05 mit einem HD-SDI-Ausgang, einem Timecode-I/O und einem Genlock-Eingang ausgestattet. HDMI ist bei beiden Versionen vorhanden. Das Konzept der 100er-Serie ist auf der Bedienphilosophie der größeren Schwestern aufgebaut. Man kann sich aus über 90 individuellen Variablen Presets zusammen stellen, 34 Funktionen können auf 10 frei definierbare Knöpfe gelegt werden.

Das 10fach-Zoom deckt einen Brennweitenbereich von 4,25 - 42,5 mm ab, was bei 35 mm einem 30,4 - 304 mm entspricht. Die Metallblende mit ihren acht Lamellen ist von F/1,8 – bzw. F/2,8 im Tele – bis F22 einstellbar ist. Ein ND-Filter hilft bei zu viel Licht. Fokus, Zoom und Blende können auch manuell über einen Ring bedient werden, wobei dessen Funktion über einen Schalter an der Seite gewählt wird. Die minimale Objektdistanz liegt bei etwa 60 cm bzw. 20 mm in Makro-Stellung. Die Optik besteht aus 12 Elementen in 10 Gruppen, darunter zwei doppelseitig-asphärischen Linsen. An die Frontlinse passen Filter mit einem Durchmesser von 58 mm.

Wie bei den großen Schwestern ist eine optische Bildstabilisierung mit drei Modi vorhanden: In Stellung »dynamisch« wird das Ausmaß der Winkelkorrekturen entsprechend der Stellung des Zooms geregelt. Dies korrigiert Verwackelungen im Weitwinkel-Bereich am besten und soll Effekte reduzieren, die auftreten, wenn man beim Drehen geht. Der Standard-Modus arbeitet mit einem fixen Stabilisierungswinkel über den gesamten Zoombereich. Der dritte Modus ist speziell zum Ausgleich von Vibrationen bei Aufnahmen im Tele-Bereich gedacht.

Die Aufzeichung kann im Relay-Modus durchgehend auf die eine CF und dann auf die andere erfolgen, wobei das File auf der vollen Karte automatisch geschlossen und ein neues begonnen wird. Die volle CF kann dann während des Betriebes gewechselt werden. Es ist auch möglich, während der Aufnahme eine Karte im anderen Slot zu initialisieren. Im neuen Double-Slot-Modus wird parallel auf beide Karten aufgezeichnet – das Backup-File entsteht so schon gleichzeitig, während der Aufnahme. Die MPEG-2-MXF-Video-Files sind zu Adobe Premiere, Apples Final Cut Pro, der Avid-Welt und Grass Valley Edius kompatibel. Canon gibt den Anwendern neben den Plug-Ins für FCP und den Avid Media Composer das XF-Utility für PC bzw. Mac mit, in dem Clips gesichert, Metadaten in den MXF-Files editiert, eine Vorschau der Clips angesehen und die Files auch auf eine andere CF-Karte in der Kamera geschrieben werden können. Dabei werden die Clips in der richtigen Wiedergabegeschwindigkeit gezeigt, auch wenn sie mit höheren oder niedrigeren Bildraten aufgenommen wurden.

Zur Verfügung stehen Aufnahme-Modi in 1080/50i, 1080/25p, 720/50p und 720/25p. Es gibt Slomo und Intervall-Aufnahmen sowie eine Bild-für-Bild-Aufzeichnung zur Stop-Motion-Animation, ein Pre-Record-Puffer von drei Sekunden hilft bei verpassten Starts. Für Infrarot-Aufnahmen kann eine eingebaute IR-Lampe über einen Schalter an der Front des Camcorders aktiviert werden. Zur Unterstützung von S3D-Aufnahmen bieten beide Versionen zwei neue Funktionen: OIS Axis Shift nutzt über einen Offset die Linsen-Verschiebung des Bildstabilisierungs-Systems, um zwei Camcorder abzugleichen, mittels einer Brennweiten-Hilfe können die Zoom-Einstellungen synchronisiert werden.

Der 3,5' (8,8 cm) große Monitor bietet eine Auflösung von 920 000 Pixel, eine Edge-Focus-Funktion sowie Waveform-Darstellung. Ein elektronischer Sucher mit 260 000 Pixel und 100% Bild-Abdeckung ist erhältlich. Der Ton wird auf zwei Kanälen mit 16 Bit linear bei 48 kHz aufgezeichnet, wobei zwei unabhängig von einander arbeitende Limiter eingesetzt werden können. Er kommt entweder über das integrierte Stereomikrofon oder über die hier im Griff eingebauten XLR-Stecker mit 48 V Phantomspeisung. Abgehört wird per Kopfhörer-Ausgang. Gegenüber den 2700 g der XF300 wiegt die XF100 mit ihren 139 x 191 x 268 mm knapp über ein kg. www.canon.de/



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