Technologie und Medienrealisation in Film und Video
PRODUKTIONSBERICHT | AN-MOVIE    Ausgabe 12/05

Kultfilm per Internet

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Bei Treffen von »Star-Wars«-Fans oder Trekkies ist die Präsentation selbst gedrehter Filme regelmäßig ein Höhepunkt. Ein bemerkenswert hohes Niveau erreicht hier die sechste Folge der finnischen »Star-Wreck«-Serie, die trotz Spielfilmlänge innerhalb der ersten zwei Wochen von mehr als einer Million Fans heruntergeladen wurde. Mit Timo Vuorensola, Regisseur, Nebendarsteller und Sound-Designer von »In the Pirkinning«, sprach Georg Immich.

Kultfilm per Internet

Kultfilm per Internet

1992 produzierte der vierzehnjährige finnische Raumschiff-Enterprise-Freak Samuli Torssonen in den Schulferien »Star Wreck«, seine erste Science-Fiction-Parodie in Anlehnung an »Star Treck«, den Orginaltitel der amerikanischen Serie. Verlieren viele nach ein oder zwei Amateurfilmen das Interesse und wenden sich anderen Hobbys zu, ist es für andere der Start einer Film- und Theaterkarriere wie bei Wim Wenders oder Christoph Schlingensief. Bei Samuli war es anders - er drehte einfach immer weiter. Bis 1997 kam jährlich eine neue »Star-Wreck«-Folge hinzu.
Von Mal zu Mal wurde der Aufwand größer. Hatte das erste Video eine Länge von fünf Minuten und war eine reine 2D-Animation, wurden nach und nach immer mehr Elemente eingesetzt. Eigene Dreharbeiten mit Freunden, mehr Leute hinter der Kamera bis hin zum Einsatz von Computeranimationen. Schließlich hatte Folge 5 im Jahre 1997 eine Länge von 45 Minuten. Der Ruf des Projektes drang langsam über Finnland hinaus. Nicht nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda, sondern vor allem durch den neuen Kommunikationsweg Internet. Als eine der ersten Filmgruppen hatte der Freundeskreis aus Tampere 1997 die eigenen Werke zum freien Download im Netz.
Mit dem Zuspruch diverser Fans aus der ganzen Welt wuchs auch der Anspruch an sich selbst und die Qualität der Filmarbeit. Deshalb dauerte es diesmal sieben Jahre, bis »In the Pirkinning« im August 2005 Premiere feiern konnte. Für das lange Warten wurden die ungeduldigen »Wreckies« mit einer ordentlichen Spielfilmlänge von 104 Minuten und einer noch nicht dagewesenen Bildqualität entschädigt.


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