Technologie und Medienrealisation in Film und Video
Canon EOS C300 | PRODUKTIONSBERICHT    Ausgabe 04/12

13:59

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Kurz vor Weihnachten 2011 begab es sich, dass eine Truppe junger Filmemacher eine Canon C300 in ihre Hände bekam. Zu einer Zeit, als es in ganz Europa nur eine Handvoll davon gab. Oder eher weniger. Ruodlieb Neubauer hat mit Mario Feil über die Erfahrungen gesprochen.

 

Ende Oktober hatten die »Filmer« aus Rosenheim ein Preproduction-Modell der Alexa M bei einem Dreh im Sportbereich als Betatester genauer ansehen können. Dann stellte Canon Anfang November die Cinema EOS C300 vor, und das Interesse in der Branche war enorm. Im Dezember kündigte Canon Deutschland an, dass erste Testgeräte möglicherweise bald verfügbar sein würden. Mario Feil rief bei Canon an und kam auf die »Liste der Auswählten«. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Jemandem ganz weit oben auf der Liste kam etwas dazwischen und es ergab sich die Chance, die Kamera schon am nächsten Tag zu bekommen. Wenn man denn damit etwas drehen könnte. »Das ging wirklich Schlag auf Schlag«, meint Mario Feil: »Dienstag habe ich telefoniert und am Donnerstag hatten wir die C300 da.«

Die »Filmer« ist eine Unit der KME GmbH, ein ­Studio mit verschiedenen Einheiten wie Food-, Sport-, Auto-, oder Modefotografie sowie einem von Mario Feil geleiteten Filmbereich, der Kurzfilme, Werbe- oder Imagefilme produziert. Die Abteilungen arbeiten zwar unabhängig voneinander, aber wenn Kunden etwas aus den anderen Bereichen benötigen, hat man alles schnell zur Hand.

In der »Vorproduktionsphase«, also in den Stunden nach dem zweiten Telefonat, suchte Mario Feil einige Locations in München aus und trommelte die Leute zusammen. Zumindest versuchte er es. Aber alle ­waren gerade ausgeflogen. Mit Nino Leitner, der ebenfalls auf der Produktions-Anwärterliste für die C300 stand, war ausgemacht, dass der jeweils andere nach München bzw. Wien käme, je nachdem, wer die C300 zuerst hätte.

Und Leitner konnte in Wien seinen Freund Alexander Boboschewski als Steadicam-Operator auftreiben, der wiederum Alois Kozar Jr. als Kamera-Assistenten und Schärfezieher mitbrachte. Über Facebook sagten die Darsteller zu, weitere Freunde machten das Team komplett. Mario Feil hatte schon eine Idee für ein Script, das er zusammen mit Nino Leitner, der als DoP fungieren sollte, weiter entwickelte.

Feil machte am Donnerstag gleich einige Vergleichstests mit der Sony F3 und einigen DSLRs, um die C300 etwas ins Gefühl zu bekommen, und den Dreh nach deren Möglichkeiten auszurichten. Am Freitag ging es um 4 Uhr morgens los in Richtung Wien, wo man sich um 10 Uhr zu einer Besprechung mit dem Team traf und um 12 Uhr in der Straßenbahn zu Drehen begann. Inklusive einiger Locationwechsel ging es bis um 3 Uhr morgens weiter. Am nächsten Tag war Drehbeginn etwa um 9 Uhr, um 2 Uhr Nachmittags war man dann fertig. Auch körperlich.


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