Technologie und Medienrealisation in Film und Video
RiEDEL RICAM SChladming | BROADCAST-TECHNIK    Ausgabe 04/13

Ski-Rennläufer-Perspektive

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Bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft im österreichischen Schladming sendete der Hostbroadcaster ORF erstmals Live-Kamerabilder aus Sicht der Skirennläufer – mit RiCams, die zusammen mit dem Sender an der Skibrille bzw. am Helm befestigt wurden. Ruodlieb Neubauer sprach mit Thomas Riedel, Gründer und Inhaber von Riedel Communications, über die Hintergründe.

Die Kamera hat die Wuppertaler Riedel Communications GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit dem Weltskiverband FIS, dem Österreichischen Skiverband ÖSV, den Race-Direktoren Günter Hujara und Atle Skårdal sowie mehreren Herstellern von Skibrillen und Skihelmen entwickelt. Aufgrund der notwendigen geringen Größe, des Gewichts und nicht zuletzt aufgrund der Sicherheitsanforderungen im Skisport waren »Onboard«-Bilder von den Skirennläufern bislang nicht möglich. Damit die Zuschauer ein besseres Gefühl für die Strecke bekamen, fuhren zwar immer wieder wagemutige Kameraleute oder auch Skirennfahrer ohne Ski-Stöcke mit der Kamera in den Händen die Strecken hinunter – und legten ab und zu einen Bremsschwung ein. Auch Aufnahmen mit mehr oder minder großen Kameras am Helm wurden gemacht, allerdings nie unter Renn-Situation, denn knapp am Limit fahrend – oder durchaus öfter darüber – kann man sich nicht noch auf ein gutes Kamerabild konzentrieren. Und beim Sturz ist eine mehr oder minder große Kamera so ziem­lich das Letzte, was man zusätzlich dabei haben will.

Die drahtlose RiCam wiegt mit Kamera, Sender, Akku und Brillenband lediglich 64 Gramm und ist aerodynamisch in die Tragebänder der Skibrillen eingearbeitet. Spezielle Carbon-Flügel schützen die Komponenten vor den Slalom-Toren.

Ist die Riedel Communications jetzt auch unter die Kamerahersteller gegangen? Thomas Riedel zur Entwicklung: »Wir beschäftigen uns seit Jahren mit verschiedensten Anwendungen im Sport, besonders im Motorsportbereich, die für Themen wie Sicherheit und Analyse relevant sind. Diese bekommen auch mehr und mehr Bedeutung beim Second Screen, also beim Tracking und Positioning, dem genauen Erfassen der Positionen der Fahrzeuge auf der einen, und dem Auswerten dieser Daten auf der anderen Seite. Z.B. dass man automatisch erkennt, wenn z.B. eine blaue Flagge gezeigt wird, oder ob jemand unter Gelb-Speed zu schnell ist.« Dies ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Riedel in der Formel 1, gehört mit in den Dienstleistungsbereich für die Formel 1 der Firma und entstand im weitesten Sinne aus deren Kommunikationsdienstleistungen.


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