Technologie und Medienrealisation in Film und Video





NAB LAS VEGAS 2013 | MESSEBERICHT    Ausgabe 06-07/13

Wolken über Las Vegas?

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Es kann auch regnen in der Messestadt in Nevadas Wüste. So stark sogar, dass man die Wege zwischen den Hallen vom Wasser freischiebt. Aber die Cloud zieht erst auf. Kunde von ersten Wölkchen am Horizont gibt es zwar da und dort, aber zuerst mal prasselte 4K-Broadcast auf die Nerven der Zuständigen herein. Ruodlieb Neubauer hat wieder die Leit-Messe in der Stadt mit der besonderen Phantasie besucht.

Kein Zweifel. 4K ist in. Zumindest war das auf der diesjährigen NAB so. Von S3D wird zumindest im Broadcast-Bereich praktisch nicht mehr geredet, im Kino werden die Gewinnzahlen jedoch davon zu einem signifikanten Teil gestützt. Aber wenn man genau hinsah, war es auch nicht viel »inner« als im vorigen Jahr. Ein paar Hersteller waren mit neuen Kameras heraus gekommen, ein paar mit Monitoren. Manche nicht.

Bei ­aller Freude, die man beim Blick auf die hochaufgelösten Bilder hat, wenn man so nahe vor den großen ­Monitoren steht, dass diese den gesamten Blickwinkel ausfüllen: es wird oft vergessen, dass die Bewegungs-Unschärfe in 4K heftiger zuschlägt als in 2K: Wenn eine Bewegung in 2K gerade so groß ist, dass sie auch am Nachbarpixel abgebildet wird, entsteht dadurch eine Bewegungsunschärfe, welche die Auflösung auf die Hälfte drückt. Hätte man bei einem gleich großen Sensor 4K Pixel, so würde die gleiche Bewegung vier Pixel betreffen – die Auflösung ginge auf ein Viertel herunter und wäre gleich groß wie bei einem (halbierten) 2K-Sensor. Dass stehende Inhalte um einiges schärfer erscheinen – so das Objektiv, die bei der Übertragung eingesetzte Kompression und die Entfernung des betrachtenden Auges dies ermöglichen – steht außer Frage.

Eine andere ist, wie sehr der Unterschied zwischen scharfem Standbild und unscharfen, bewegten Objekten darin stört – denn die gibt's im Film doch ab und zu (siehe auch Artikel »Mehr Pixel oder höhere Bildrate« in PP 01-02/13). Der Reiz ist jedoch offensichtlich so groß, dass 4K in diesem Jahr das Haupt-Thema stellte, – ­neben der Produktion in der Cloud (4K im Internet?) und dem Trend hin zu Objektiven mit stärker aus­geprägten Charakter-Eigenheiten. 4K-Hype ­also jetzt. Auch wenn wir schon länger über Kameras reden, die Bilder mit 4K oder mehr Pixel produzieren, auch wenn die wichtigen Postproduc­tion-Systeme schon länger mit 4K-Files ­arbeiten können.


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