Technologie und Medienrealisation in Film und Video





ARRI ALEXA 65 | Kamera-TECHNIK    Ausgabe 11-12/14

Großbild-Jäger

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Während der Cinec präsentierte Neil Fanthom, Technical Marketing Executive der ARRI Rental Group, die neue 65mm-Digitalkamera von ARRI, die Alexa 65. Nicht unpassend zum Namen dieser Alexa arbeitet ihr A3X-Sensor mit (etwas mehr als) 6500 Photosites, die Bilder kommen unkomprimiert als Arriraw aus der Kamera. Ruodlieb Neubauer hat sich mit dem Highlight des Messe-Herbstes 2014 näher beschäftigt.

 

Die ARRI Rental Group ist nicht nur auf den Verleih von üblichem Equipment spezialisiert, sondern man verfügt auch über 25 Jahre Erfahrung in der Anwendung von absolutem High-End-Gerät für besondere Aufnahmen. Dazu gehört z.B. die mit einem Academy Award ausgezeichnete 65mm-Filmkamera Arriflex 765 aus dem Jahre 1989, mit der z.B. Vittorio Storaro 1993 bei »Little Buddha« große Bilder drehte. Seit damals kam sie immer wieder bei besonderen Produktionen zum Einsatz, wahrscheinlich zur Überraschung vieler, die an die heutige Welt der Digitalkameras gewöhnt sind, sogar bis vor kurzem: noch bei dem mit CGI-Elementen reichlich bedachten Film »Gravity«, der Ende 2013 in die Kinos kam, setzte Emmanuel Lubezki die Arriflex 765 ein. 65mm Film war eben doch unschlagbar. Weltweit wurden gerade mal eine Handvoll dieser Kameras hergestellt, und jeweils mit einem Satz Zeiss/Hasselblad-765-Objektiven ausgestattet.

Die 2005 vorgestellte digitale D-20 bzw. dann die Version D-21 von 2008/2009 hatte als Vorgängerin der Alexa bereits einen 35mm-4:3-Sensor und verfügte über einen optischen Sucher. Ursprünglich war sie ebenfalls nur über den Verleih erhältlich. Auch die Schwarz-Weiß-Version der Alexa, die Alexa B+W, bei der die RAW-Daten keinem Debayering unterzogen werden und die aufgrund der hier nicht vorhandenen Farbfilter vor den Photosites über eine höhere Lichtempfindlichkeit verfügt – man kann mit ihr übrigens auch in Infrarot drehen –, gibt es nur über ARRI Rental zu mieten. Laut Neil Fanthom ist diese Version besonders in High-End-Werbe- und Musik-Video-Produktionen sehr erfolgreich, seit ARRI Rental sie Anfang 2014 bekam.

Er hatte den Vortrag auf der Cinec absichtlich »Re-formatting the future« genannt, wohl um zur Zeit der Planung des Rahmenprogrammes nicht zu viel vom ­eigentlichen Thema preiszugeben. Trotzdem waren am Sonntag zum Termin im MOC so viele Interessierte gekommen, dass man kurzfristig eine Wiederholung ansetzen musste, wollte man nicht riskieren, dass manchen während der Präsentation auch wegen des recht schnell spürbaren Sauerstoff-Mangels im wahrsten Sinne des Wortes die Luft weggeblieben wäre.

Auch wenn mit der Arriflex 765 noch immer besondere Bilder gemacht werden können, so hat sich die Produktionswelt gerade in den letzten Jahren doch sehr stark weiter entwickelt. Wenn nicht unmöglich, so ist ein Dreh mit 65mm-Film heutzutage relativ umständlich geworden. Allein die Produktion der Dailies braucht drei bis fünf Tage, während man mit heutigen Digitalkameras gewohnt ist, zumindest eine näherungsweise Vorschau in Echtzeit zu bekommen. Auch die Kosten für High-End-VFX sind sehr hoch, ein DI in 65mm zu erzeugen ist verhältnismäßig kompliziert und teuer. Aus diesem Grunde und sicherlich um eine für ARRI adäquate Antwort auf den immer größer werdenden Druck in Richtung 4K zu geben – von wem dieser tatsächlich kommt, sei an dieser Stelle einmal außen vor gelassen – hat ARRI Cine Technik exklusiv für die ARRI Rental Group die Alexa 65 entwickelt.


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Ausgabe
Oktober / November 2019

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