Technologie und Medienrealisation in Film und Video





Campus Galli | Produktionsbericht    Ausgabe 04-05/19

Tief im Mittelalter

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Nach einer ersten Langzeitdoku von rk-film über die Anfänge des Campus Galli im oberschwäbischen Meßkirch kommt demnächst der zweite Teil über die Jahre 2016 bis 2018 in die Kinos. Ruodlieb Neubauer hat mit Produzent, Regisseur und Kameramann Reinhard Kungel über das außergewöhnliche Projekt gesprochen.

Tonmann Volker Pehl, Reinhard Kungel und Bernd Schmidt am Tango Roller © rk-film / Jürgen Maria Waffenschmidt

Tonmann Volker Pehl, Reinhard Kungel und Bernd Schmidt am Tango Roller © rk-film / Jürgen Maria Waffenschmidt

 

Es war im Frühjahr 2010, als bei Reinhard Kungel das Telefon klingelte und ein wortgewaltiger Anrufer namens Bert M. Geurten – auf das »M.« legte er großen Wert – erzählte, er habe Kungels Film über den Bau der Burg Guédelon in Frankreich gesehen. Er war nicht zu bremsen, es sprudelte nur so aus ihm heraus und voller 

Begeisterung verkündete er, ein ähnliches Projekt in Deutschland durchziehen zu wollen; allerdings nicht noch eine Burg, sondern ein Kloster auf Grundlage des Sankt Galler Klosterplans.

Angefertigt wurde diese älteste noch erhaltene Architekturzeichnung des Abendlandes um 820 auf der Insel Reichenau. Kein Bauplan im eigent­lichen Sinne, eher als Konzept gedacht, bietet sie viele Anregungen. Höhenangaben fehlen allerdings und was sich ebenfalls nicht herauslesen lässt, ist die Art und Weise, wie man vor 1.200 Jahren wirklich gebaut hat.

Aufgrund seiner mehr als zehnjährigen Dreharbeiten und einigen Filmen über Guédelon im französischen Burgund, wo man mit den Mitteln und Methoden des Mittelalters seit 1997 eine Burg baut, bekam Reinhard Kungel immer wieder Anrufe von Menschen, die Ähnliches vorhatten, doch im Gegensatz zu ihnen hatte er bei Bert M. Geurten das Gefühl: »Wenn jemand diese irrwit­zige Herausforderung packt, dann dieser charismatische, energiegeladene Aachener!« Man verabredete ein Treffen zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Verena Scondo und wurde sich schnell einig, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte. Als Journalist wusste Geurten um die Bedeutung der visuellen Medien und bot Kungel die exklusiven Verfilmungsrechte an. Im Gegenzug erklärte der sich bereit, das Projekt filmisch zu begleiten.


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