Technologie und Medienrealisation in Film und Video





Neue Produkte    Ausgabe 09/07

Sennheiser MKH 8000

Mit den HF-Kondensatormikrofonen MKH 8000 hat Sennheiser eine neue Serie für extrem breitbandige Sprach-, Gesangs- und Instrumentenaufnahmen entwickelt: Das MKH 8020 mit Kugelcharakteristik, die Niere MKH 8040 und die Superniere MKH 8050.

Sennheiser MKH 8000

Sennheiser MKH 8000


Die Mikrofone bestehen aus zwei Modulen: dem Mikrofonkopf, der alle akustisch wichtigen Teile enthält, und dem XLR-Modul, das das Signal durchschleift. Möchte man das kompakte Mikrofon (1,9 cm im Durchmesser und 7,4 cm lang) noch kleiner werden lassen, so trennt man das XLR-Modul ab, verbindet den Mikrofonkopf (4,1 cm) mit dem signalführenden Zubehör wie etwa einem Ausleger, und bringt das XLR-Modul an dessen Ende an, außerhalb des Kamera-Bildes. Für Fernsehaufnahmen sind die Mikrofone und das Zubehör mit schwarzem Nextel beschichtet. Der Frequenzgang der neuen MKHs reicht von 10 bis 60 000 Hz (MKH 8020) bzw. 30 bis 50 000 Hz (MKH 8040 und MKH 8050). Das Eigenrauschen der Mikrofone ist dank des HF-Kondensatorprinzips trotz der hohen Empfindlichkeit extrem niedrig, dennoch liegt der maximale Schalldruckpegel hoch, mit 138 dB für das MKH 8020, 142 dB SPL für das MKH 8040 und das MKH 8050.
Ende 2007 soll ein Digitalmodul herauskommen, das die Audiosignale nach AES-42-Standard überträgt (24 bit, 192 kHz Sampling-Rate). Über einen DSP-Baustein lassen sich Dämpfung, Trittschallfilter, Kompressor und Limiter einstellen. Etwa zur gleichen Zeit wird ein digitales Interface erscheinen, mit dem sich das Signal auf AES/EBU umsetzen lässt und die Mikrofoneinstellungen ferngesteuert werden können. Die HF-Kondensatormikrofone verfügen über einen symmetrischen Kapselaufbau, bei dem außer der normalen hinteren Elektrode (»back plate«) eine zusätzliche vordere Elektrode verwendet wird. Die Membran liegt zwischen diesen beiden akustisch transparenten Platten, die für eine gleichbleibende akustische Impedanz sorgen. Das Ergebnis ist eine extrem niedrige Verzerrung, ein höheres Ausgangssignal mit geringerem Rauschen und somit ein besonders klares Signal.
Das Prinzip des Hochfrequenz-Kondensatormikrofons: Anstelle der üblicherweise benötigten hohen Polarisationsspannung liegt an der Kapsel eine vergleichsweise niedrige, von einem Oszillator erzeugte HF-Spannung an. Diese wird durch die vom Schall in der Kapsel erzeugten Kapazitätsänderungen moduliert. Nach der Demodulation steht ein rauscharmes Tonfrequenzsignal mit sehr niedriger Quellimpedanz zur Verfügung, das normale bipolare Transistoren direkt ansteuern kann, die weniger rauschen als die sonst üblichen Feldeffekttransistoren. Auf diese Weise lässt sich der Übertragungsbereich des Mikrofons erweitern und auch mit kleinen Kapseln eine Tiefenwiedergabe erzielen, die sonst nur mit wesentlich größeren Kapseln möglich ist. Kleinere Kapseln geben zudem hohe Frequenzen besser wieder. Ein weiterer Vorteil des HF-Prinzips ist das erdfrei symmetrische Ausgangssignal, obwohl die Kapsel geerdet ist. www.sennheiser.com



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Ausgabe
August / September 2019

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