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|     Ausgabe 12/04

Der DoP im Zeitenwandel (2)

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Hat sich die Tätigkeit des DoP im Laufe der Zeit verändert? Wenn ja, inwelcher Form? Um einen Eindruck zu erlangen, haben wir zwei DoPs ausunterschiedlichen Generationen die gleichen Fragen gestellt. Im zweitenInterview sprach Romain Geib mit Andreas Höfer bvk.

Der DoP im Zeitenwandel (2)

Der DoP im Zeitenwandel (2)

PROFESSIONAL PRODUCTION:
Herr Höfer, inwiefern haben sich für Sie die Arbeitsbedingungen gegenüber früher verändert?
Andreas Höfer:
Veränderungen haben sich vor allem durch meinen eigenen Werdegang vomBerufseinsteiger zum erfahreneren Kameramann ergeben. Ich fühle michjetzt in der Lage, auf die jeweiligen Bedingungen zu reagieren, die jameistens nie optimal sind. Als Berufseinsteiger vor zehn Jahren habeich länger vorbereitet, was ich aber auf die mangelnde damaligeErfahrung zurückführe. Wenn es sein müsste, könnte ich heute einen Filmauch in zwei Wochen vorbereiten. Bei einem außergewöhnlich aufwändigenProjekt kann auch ein Vorlauf von zwei Monaten notwendig sein. DieProduktionszeit liegt nach wie vor zwischen 25 und 35 Drehtagen undunterscheidet sich nach Fernseh- oder Kinofilm und nach Drehbuchaufwand.
Für Andreas Dresens letzten Kinofilm »Sommer vorm Balkon« hatten wirsogar 38 Drehtage. Für die gemeinsame Erarbeitung mit den Schauspielernbrauchten wir viele Takes. Zur Senkung des Drehpensums kann man in derVorbereitung einiges beitragen, indem man das Drehbuch genau durchdenktund im Sinne der künstlerischen Qualität vereinfacht. Dazu gehören z.B.Umfang und Rechtfertigung von Nachtszenen. Auch Dialoge im fahrendenAuto kosten viel Zeit, sind schwer zu handhaben und können vielleichtebenso gut vor oder nach der Autofahrt stattfinden. SolcheVereinfachungen sollten Szenen nicht schlechter oder ärmer machen. Injedem Falle sollte man sich die Zeit nehmen, mit den Head ofDepartments das Drehbuch szenenweise durchzusprechen. Das ist eineunerlässliche Basis.


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