Technologie und Medienrealisation in Film und Video





INTERVIEW | KINOFILM    Ausgabe 09/05

Orte, die Geschichten erzählen

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Franz Lustig zeichnet als DoP für Wim Wenders' »Don't Come Knocking«verantwortlich, der am 25. August startete. Entstanden ist dieKinohommage im klassischen anamorphotischen Cinemascope-Format in denWeiten des Mittleren Westens der USA. Über seine Dreh-Erfahrungen beihohem Arbeitstempo, Union-Crew und Stars berichtet Franz Lustig imGespräch mit Romain Geib.

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PROFESSIONAL PRODUCTION:
Herr Lustig, »Land of Plenty« war Ihr Spielfilmdebüt als Kameramann.Vorher hatten Sie mit Wim Wenders Werbung und Musikvideos gedreht. Wiewar diese Entwicklung?
Franz Lustig:
Nach dem Beginn des Irakkriegs war eine sehr politische Zeit. Wir habenuns alle damit bei »Land of Plenty« auseinandergesetzt. Es war einwütender Film. Mit unseren Mitteln haben wir versucht, das zuverarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt war mir die Werbung etwas suspekt, unddeshalb war es für mich genau der richtige Schritt, »Land of Plenty«(LOP) als meinen ersten Langfilm zu machen, auch weil der Dreh nicht solange war. Ich war ja von der Werbung viel kürzere Drehzeiten gewöhnt.Ich vergleiche das immer mit Sprint, Mittelstrecke und Marathon. Ichwar zuerst Sprinter, dann habe ich mit Kurzfilmen die Mittelstreckeprobiert und war schließlich bereit für den kleinen Marathon. So macheich das immer: Eins nach dem Anderen.
...
PROFESSIONAL PRODUCTION:
Wie sind Sie mit den technischen Besonderheiten eines anamorphotischen Drehs zurechtgekommen?
Franz Lustig:
Das war manchmal schon sehr knapp, besonders bei den 105°-ShutterAufnahmen mit Handkamera und dazu noch nachts. Nach Tests habe ich dieNacht/Außen- und Dämmerungsszenen eine Blende gepusht. Das war keinProblem, weil das volle Negativ benutzt wurde. Das Kodakmaterial 5218mit 500 ASA hat das ohne weiteres vertragen. Die Schwärzen sind auchdeshalb schön dicht, die Printerlights waren bei den Nachtaufnahmenalle optimal, obwohl wir mit einer Blende 2,8 1/2 bis zu einer knappenBlende 4 drehen mussten. Gewünscht hätten wir uns eine gute 5,6 oder 8.Das Schärfeziehen bei Handkamera war allerdings schon am Limit, aberich wusste dann schon, dass das mit unserer Crew geht. Die Hawks sindvon ihrer ganzen Bauweise her, inklusive Kompendien und Stützrohren, sodurchdacht, dass wir dank einer guten Kamera-Crew nicht wesentlichlangsamer waren als bei sphärischem Dreh.


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