Technologie und Medienrealisation in Film und Video





ACHIM ROHNKE | INTERVIEW    Ausgabe 07-08/09

Zukunft Koproduktion

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Die Filmstadt Geiselgasteig feiert ihr neunzigstes Jubiläum, die Bavaria Film ihr fünfzigstes.
Aus diesem Anlass hat Ruodlieb Neubauer mit Achim Rohnke gesprochen, der seit einem Jahr zusammen mit Dr. Matthias Esche die Geschäfte der Bavaria Film führt.

Zukunft Koproduktion

Zukunft Koproduktion

PROFESSIONAL PRODUCTION:
Herr Rohnke, die beiden Jubiläen stellen in einer Branche wie dieser, wo Erfolg und Misserfolg so nahe beisammen liegen, an sich schon eine bemerkenswerte Leistung dar. Wie soll es weiter gehen?
Achim Rohnke:
Ein Blick in die Zukunft ist ohne den in die Vergangenheit nicht recht sinnvoll. Seien es 90 Jahre Standort oder 50 Jahre Bavaria Film, man kann von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Wir haben uns in dieser Zeit, besonders in den letzten 15 Jahren, sowohl zu einem Film- als auch später zu einem Fernseh-Standort entwickelt. Nachdem sich das Fernsehen ansehnliche Produktionsbudgets erarbeitet hatte, war es eine richtige Strategie, die Bavaria vom reinen Filmstandort, auf dem auch einzelne Fernsehfilme entstanden, zu einer Fernseh-Fabrik im besten Sinne zu entwickeln. Wir haben damals angefangen, Langlaufserien zu pitchen und uns kreativ an »Daily«-Konzepten zu beteiligen. So gewannen wir früh in den 90ern den »Marienhof«, der nun schon 17 Jahre läuft und ständig weiter entwickelt wird. Seit 2005 produzieren wir auch die Telenovela »Sturm der Liebe«. Neben den Einzelproduktionen auf Serienkompetenz zu setzen war völlig richtig. Schließlich braucht ein Film- und Fernseh-Studio auch die wirtschaftliche Kraft, um seine Expansionspläne verwirklichen zu können. Dies hat auch zu einem Innovationsschub im Hause geführt, bis dahin, dass wir die Produktionsabläufe nicht nur tapeless umsetzen, sondern aktuell eine Daily auch in HD realisiert haben. Das gab es bisher in Deutschland bei keiner einzigen Tagesserie. Heute produzieren wir als Gruppe mehrere tägliche und wöchentliche Serien für verschiedene Sender und können uns damit leisten, auch große Projekte anzuschieben, die immer ein gewisses Risiko mit sich bringen. Wir produzieren im Jahr regelmäßig etwa sechs Kinofilme, und wollen jetzt die Kino-Aktivitäten im Vergleich zu den Vorjahren auch mit passiven Koproduktionen verstärkt ausbauen.

PROFESSIONAL PRODUCTION:
Gerade dabei stellen die Förderungen einen wichtigen Faktor dar.
Achim Rohnke:
Diese Entscheidung fiel in eine Zeit, in der Förderungsinstrumente wie der DFFF dazu kamen, der seinen Praxistest bestanden und gezeigt hat, was er bewegen kann. Auch die Länderförderungen sind alle sehr aktiv, allerdings ist es nicht einfach, Großprojekte gezielt zu fördern. Der Marktanteil des deutschen Kinos war nie so hoch wie in der letzten Zeit. Im vergangenen Jahr hatte der deutsche Film schon ein Rekordjahr, in diesem dürfte es noch besser werden. Das ermutigt natürlich, auf diesem Gebiet zu investieren. Dabei muss es nicht immer der große, aufwendige Film sein. Die Bavaria hat sich auf die Fahnen geschrieben, den besonderen und kreativen Film anzugehen. Die Vielfalt unserer Produzenten und Koproduktionspartner ermöglicht dies, wir sind in dieser Landschaft gut verdrahtet.


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Ausgabe
Oktober / November 2019

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