Technologie und Medienrealisation in Film und Video
VIRTUELLE GRUBENFAHRT IN 3D | PRODUKTIONSBERICHT    Ausgabe 06-07/10

S3D: Fix it on the set

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In NRW will ein Dienstleister-Netzwerk beweisen, dass S3D-Produktionen nicht nur in Hollywood mit Riesenbudget möglich sind, sondern auch in Deutschland mit einem Budget, das nicht aus dem Rahmen fällt. Dank langjähriger Erfahrung und ausgiebigen Tests sind sich die vier Partnerunternehmen sicher, dass sie mit selbst entwickelter Technik und exakter Arbeit und Kontrolle am Drehort einen S3D-Dreh in HD preisbewusst realisieren können. 
Anlässlich der »Virtuellen Grubenfahrt in 3D« für das Besucherzentrum Ruhr.2010 im Bergbaumuseum in Bochum informierte sich Georg Immich bei Martin Frische von SuperVision, Dieter Stegemann von D&B Film und Peter Röck von ViconTV über Details ihrer Arbeitsweise.

S3D: Fix it on the set

S3D: Fix it on the set


Martin Frische aus Dortmund ist in Sachen S3D ein alter Hase. Seine Firma SuperVision wurde 1992 eigens zu dem Zweck gegründet, mit der damals neuen und 160 000 DM teuren S3D-Kamera LK33 von Ikegami stereoskopische Filme für die Industrie zu produzieren. Während dieses vorletzten S3D-Booms drehte SuperVision Messe- und Werbefilme für so renommierte Kunden wie Linde, Readymix und VW. Höhepunkt war die Produktion einer Dokumentation und eines Kurzspielfilms über biblische Themen am See Genezareth in Israel. Den Endpunkt dieser S3D-Phase stellte dann 1999 eine Präsentation des neuen VW Golfs für die »Cyber Vision Show« auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main dar. Als nach der Jahrtausendwende das Interesse der Kunden an S3D-Filmen merklich nachließ, verkaufte SuperVision seine Ikegami LK 33 und wandte sich der normalen 2D-Produktion zu. Martin Frische und sein Partner Peter Röck, Spezialist für Animationen und Postproduction, behielten das Thema S3D aber weiterhin im Blick und verfolgten mit starkem Interesse die weiteren Entwicklungen zum Beispiel bei IMAX. Vor gut zwei Jahren gab es dann erste Überlegungen, sich aufgrund der verbesserten und einfacher handhabbaren HD-Technik auf eine Renaissance des S3D-Konzeptes vorzubereiten. Gleichzeitig trat das Bergbaumuseum in Bochum mit einer ersten Anfrage für einen S3D-Film an das Dortmunder Unternehmen heran.

Gemeinsam mit dem Kameramann Dieter Stegemann vertieften sich Röck und Frische erneut in die Materie und loteten die verbesserten Möglichkeiten dank der um mehrere Generationen weiter entwickelten Videotechnik aus. Bei der Ikegami LK 33 waren die beiden Kameras für das linke und rechte Bild noch in einem einzigen Kamerabody montiert. Dadurch war der »Augenabstand« vorgegeben, Aufnahmen im Makrobereich oder etwa »Landschaftstotalen« waren stereoskopisch nicht umsetzbar. Zudem war die gesamte Aufnahmeeinheit sehr unhandlich, denn es wurden zusätzlich zwei abgesteckte Rekorder benötigt. »Das war sehr viel sperriger im Vergleich zu heute,« erinnert sich Martin Frische. »Ein Dreh bedeutete eine Kamera plus eine Zarges-Box voll mit Akkus und eine zweite Zarges-Box mit zwei abgesetzten Rekordern.«


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