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A LITTLE SURF MOVIE | PRODUKTIONSBERICHT    Ausgabe 01-02/11

Begegnung mit der dritten Art

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Im Sommer drehte Kameramann Matthias Bolliger mit einem Vorserienmodell der AG-3DA1 von Panasonic 
»A little Surf-Movie« vom German Surf Cup 2010 auf Sylt. Produziert wurde der S3D-Demo-Kurzfilm von der 
Hamburger Firma »Saubere Filme« von Susanne Kultau und Jan Brockmann. 
Ruodlieb Neubauer fasst die dabei gemachten Erfahrungen zusammen.

Begegnung mit der dritten Art

Begegnung mit der dritten Art


Sylt. Meer, Leidenschaft, Leben. So sieht es die Sylt Marketing aus Westerland. 40 km feiner Sandstrand, raue Brandung an der Westseite, stilles Wattenmeer im Osten. Dazwischen Naturschutzgebiet. Sowie Bars, Clubs, Diskos, und jede Menge Szene. Sand, Sonne, Meer. So lieben es diejenigen, die sich dort eine Bleibe leisten können, auf der nördlichsten Insel Deutschlands. Oft gibt es dort ebenso Wind. Viel Wind. Den lieben auch die Surfer. Kein schlechter Ort für den German Surf Cup also.

Der Schweizer Kameramann Matthias Bolliger lebt in Hamburg und arbeitet hauptsächlich in den Bereichen Corporate-Image-Produktionen und Spielfilm. Seit etwa zweieinhalb Jahren beschäftigt er sich eingehender mit dem Thema Stereoskopie. Bei dem von Panasonic initiierten Projekt ging es darum, bei einem Sport-Event semi-dokumentarisch zu drehen und die Nächte für die relativ kurze Post-Pipeline zu nutzen, die die Kamera ermöglicht. Insgesamt war das Team von »Saubere Filme« fünf Tage auf Sylt, während der drei Drehtage schnitt Jan Brockmann parallel zum Dreh bzw. in den Nächten am Avid Media Composer 5, sodass am Ende des Cups bereits der S3D-Film zur Präsentation auf einem Panasonic-Event bereit stand.

Von der Menüstruktur her ähnelt die AG-3DA1 der AG-DVX 100 oder der AG-HVX200, sodass Kameraleute, die mit einer der beiden schon Erfahrungen gesammelt haben, sich bei »Wall-E« rasch zurechtfinden. So nennen den Camcorder mittlerweile gar nicht so wenige in der Branche, wohl weil die »Gesichtszüge« des kleinen Roboters aus Pixars gleichnamigem Film von Regisseur Andrew Stanton nur aus zwei Kameras bestehen, die einen flachen »Kopf« ergeben. Flach, wie das Optik-Gehäuse der AG-3DA1, in dem zwei Optiken mit jeweils einem 1/4.1'-3MOS-Sensor untergebracht sind, die etwa in einem Abstand von 60 mm zueinander stehen. Die 5,6fach-Zooms reichen von 47,1 bis 264 mm (35mm-äquivalent).

Das klingt im ersten Moment nicht sehr berauschend, denn in 2D sind gerade Super35-Sensoren en vogue, bei den DSLRs wollen die Leute am liebsten Vollformater, wegen ihrer noch geringeren Tiefenschärfe. Dass die AG-3DA1 als Stereo-Kamera mit 1/4'-Sensoren arbeitet, hat natürlich Auswirkungen auf die Lichtempfindlichkeit, kommt allerdings der Anforderung von S3D entgegen, das Bild mit größerer Tiefenschärfe aufzunehmen, damit das Auge selbst den S3D-Raum erkunden kann. Auch die 47,1 mm sind nicht gerade das, was man unter einem Weitwinkel versteht. Die Stereo-Optik kann zwar nicht abgenommen werden, aber es gibt z.B. von Drittherstellern wie Zunow einen Weitwinkel-Converter mit Faktor 0,6. Das wären immerhin knapp 28 mm.

Die Kamera ermöglicht Full HD in 60i, 50, 30p, 25p, 24p, sowie 720/60p und 720/50p. Generell wird auf SDHC-Karten mit maximal 24 Mbit/s bzw. durchschnittlich 21 Mbit/s in AVCHD (MPEG-4 AVC/.264) aufgenommen, sodass auf 32-GB-Karten bis zu 180 Minuten an Material passen. Matthias Bolliger: »Das ist natürlich schon eine starke Kompression, aber der moderne Codec erlaubte in der Postproduction in gewissen Grenzen auch Farbkorrekturen. Grundsätzlich sollte man natürlich bereits beim Dreh versuchen, so nah wie möglich am angestrebten Look zu liegen.«


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