Technologie und Medienrealisation in Film und Video
PS-Cam X35 in Schladming | ERFAHRUNGSBERICHT    Ausgabe 05/12

High Speed auf 35mm

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An insgesamt sechs Tagen im März wurden im Umfeld des alpinen Weltcup-Finales in Schladming mit der PS-Cam X35 Highspeed-Aufnahmen gemacht. Ruodlieb Neubauer hat sich mit Max Gruber, der zusammen mit Max Meissl als Kameramann fungierte, über die Erfahrungen des Teams unterhalten.

 

 

Das Finale des alpinen Ski-Weltcups war in diesem Jahr nicht nur ein Höhepunkt des alljährlichen Ski-Zirkusses, es war auch die Generalprobe für die WM 2013 in Schladming. Klar, dass der ORF mit großer ­Besetzung vor Ort war, und dass auch Bilder für die Promotion der WM 2013 produziert wurden.

Der ORF verfügt über eine sehr aktive Abteilung für Programm-Promotion, die durchaus Projekte abseits des schnell- und kurzlebigen Fernseh-Betriebes vorantreibt. Schon seit einiger Zeit produziert sie Idents für ORF 1 – meist sagt ein österreichischer Star »1« in die Kamera, was mit einer Kamerabewegung verbunden wird. Kameramann Max Meissl hatte vorgeschlagen, die Bilder aufgrund der filmischeren Anmutung mit einer Kamera mit 35mm-Sensor zu produzieren. Max Gruber, der Max Meissl schon viele Jahre kennt, hatte sich vor einiger Zeit eine Sony F3 mit ­einem Zoom von Cooke zugelegt, auf der die Idents dann gedreht wurden. Mittlerweile sind es zwischen 15 und 20. Für die Promo der WM 2013 wollte man in der Abteilung Superslomo-Bilder haben, allerdings mit einer Kamera mit möglichst großem Sensor. Natürlich verfügt man beim ORF über Slomo-Kameras, aber als Broadcast-Kameras sind sie eben mit 2/3"-, und nicht mit 35mm-Sensoren ausgestattet.

Max Gruber sah sich um und kam auf die PS-Cam X35 von P+S Technik, die ihm aus dem Bauch heraus am besten gefiel. Da passte es gut, dass der Verleih ­DigiRental in Wien kurz vor Weihnachten als erster Kunde ein Exemplar der PS-Cam X35 ausgeliefert ­bekommen hatte. So konnten Max Meissl, der in Schladming zum größeren Teil an der X35 stand, und Max Gruber sich die Kamera näher ansehen. Sie beschlossen daraufhin, das Risiko einzugehen, und mit dieser sehr neuen Kamera, die noch kräftig weiter entwickelt wird, zu drehen. »Wir konnten nach etwa einer halben Stunde Einweisung durch DigiRental mit der X35 drehen und hatten auch vor Ort in Schladming ­relativ wenige Probleme«, erzählt Max Gruber. »Alles, was schon zur Verfügung stand, hat auch funktioniert. Wenn Kameramann bzw. Assistent ein gewisses technisches Verständnis haben, benötigt man bei der X35 keinen High-Speed-Operator. Das freut wiederum den Produzenten. Bei den Rennen in Schladming entstanden jedenfalls Highspeed-Bilder, die bemerkenswert sind«, ist Max Gruber begeistert. »Oft waren es Supercloseups mit Torstange, vorbei drückendem Skischuh und aufspritzendem Schnee. Bis auf eine Ausnahme haben wir mit 450 Bildern/s gedreht, weil die Fahrer trotz dieser Bildrate sehr schnell wieder aus dem Bild verschwunden waren.«

Den Dynamikumfang gibt P+S Technik mit elf Blenden an. »Das dürfte durchaus hinkommen. Die Slomos sehen wirklich sauber aus, auch unter extremen Lichtbedingungen am Berg und im Gegenlicht weist die X35 gute Eigenschaften auf. Aufspritzender Schnee in extremem Spitzlicht ist kein Problem. Durch den Global Shutter gibt es keine Verzerrungs-Effekte, die man sonst von CMOS-Sensoren her kennt. Auch die Grundempfindlichkeit von 640 ASA stimmt«, meint Max Gruber.


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